Altbau wird durch Gebäude mit zwölf Klassenräumen ersetzt

Neue Pläne für Schule in Sandershausen

Das Bild zeigt eine Simulation des geplanten Schulneubaus.
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Platz für zwölf Klassenräume bietet der Neubau für die Grundschule Sandershausen. Mit ihm soll die Basis für eine Dreizügigkeit in allen vier Jahrgangsstufen gelegt werde. Im Erdgeschoss befindet sich neben der Schulmensa auch ein Bewegungsraum, eine Lehrküche, ein Musikraum sowie die Schulbücherei.

Schon zweimal seit 2015 wurden die Planungen für den Umbau der Grundschule Sandershausen über den Haufen geworfen. Jetzt aber scheinen die Würfel für die Neugestaltung der Schule an der Wolfsangerstraße gefallen zu sein.

Niestetal - „Es gibt neue Pläne und eine neue Finanzierung“, sagt Landrat Andreas Siebert (SPD). Der Bauantrag werde noch in diesem Jahr gestellt. Bis 2025 soll alles fertig sein.

Der Altbau der Schule aus dem Jahr 1900 werde nun doch abgerissen. Doch statt einer Multifunktionshalle – wie zuerst geplant – werde dort jetzt ein dreigeschossiger, barrierefreier Neubau mit zwölf Klassenräumen in den beiden Obergeschossen und einer Schulmensa mit Küche im Parterre entstehen. Im Erdgeschoss fänden zudem ein großer Bewegungsraum, eine Lehrküche, ein Musikraum sowie die Schulbücherei Platz.

Die übrigen Schulgebäude (Nord- und Westflügel) sollen nach aktueller Planung saniert werden. Dort, wo jetzt die Ganztagsbetreuung stattfindet (Nordflügel), soll später die Schulverwaltung einziehen.

Und dort, wo jetzt die Schulverwaltung sowie Klassenräume untergebracht sind (Westflügel), soll später die Ganztagsschule mit fünf flexibel nutzbaren Räumen mitsamt einem Werkraum einziehen. Auch die Aula am Westflügel bleibt erhalten.

„Nur so können wir adäquat auf die wachsende Nachfrage in puncto Ganztagsbetreuung sowie auf steigende Schülerzahlen reagieren“, sagt Siebert. Ziel sei es, eine Dreizügigkeit für alle vier Jahrgangsstufen an der Schule dauerhaft zu gewährleisten.

Eine Doppelnutzung von Räumen – so, wie es derzeit noch passiert – solle es künftig nicht mehr geben.

Die Neuplanung sei notwendig geworden, weil sich ein Anstieg der Schülerzahlen überdeutlich abzeichne. „Bis 2025 werden 220 Schüler die Grundschule Sandershausen besuchen, deutlich mehr, als noch 2015 abzusehen war“, sagt Siebert. Aktuell besuchen 200 Schüler die Schule, 2019 waren es noch 180.

Zudem habe sich gezeigt, dass die aktuelle Förderlandschaft für einen adäquaten Schulumbau viel zu kompliziert sei und deshalb passende Förderangebote gar nicht vorhanden seien.

„So wird der Landkreis nun sämtliche Investitionen aus dem eigenen Haushalt stemmen“, sagt Siebert: 7,2 Millionen Euro für die Bauvorhaben, und noch einmal rund 1,3 Millionen Euro für Interimslösungen mit Pavillons während der Bauphasen und für die anschließende Ausstattung der Schule mit moderner Lehrtechnik.

2022 soll in einem ersten Schritt das alte Schulgebäude abgerissen und bis 2024 durch den Neubau ersetzt werden. In einem zweiten Schritt würden dann bis zum Jahr 2025 der West- und der Nordflügel saniert.

Nicht mehr in den Planungen enthalten ist die Multifunktionshalle mit Sporthalle und Aula, die – wie noch 2015 geplant – an die Stelle des Altbaus gesetzt werden sollte. Siebert: „Durch den Raumbedarf der Schule können wir den Neubau einer Sporthalle auf dem Gelände der Grundschule nicht unterbringen.“ So sei noch nicht entschieden, ob die noch vorhandene Sporthalle am Mühlenweg saniert oder in Kooperation mit der Gemeinde eine neue Sporthalle gebaut werde. In der Planung von 2015 sollte die alte Turnhalle noch abgerissen werden.

Laut Bürgermeister Marcel Brückmann soll zunächst auch noch der Bolzplatz neben der Turnhalle erhalten bleiben. „Bei so vielen Schülern brauchen wir einfach den Platz“, sagt Brückmann. So werde die zuerst angedachte Renaturierung der Nieste an dieser Stelle sowie der geplante Spielplatzumbau in einen Wasser- und Erlebnisspielplatz zunächst einmal aufgeschoben.

Von Boris Naumann

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