Kinder machten die Wände bunt

Dieses bemalte Wohnhaus in Niestetal ist ein Schandfleck - oder doch nicht?

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Keine illegale Farb-Attacke an der Brüder-Grimm-Straße in Heiligenrode: Vielmehr hatte es der Hausbesitzer Marcel Mania den fünf Mädchen erlaubt, die Wände vor dem Abriss des Hauses noch einmal zu bemalen.

Für viele Niestetaler ist das Haus in der Brüder-Grimm-Straße mit der Nummer 20 in Heiligenrode ein Schandfleck. Doch der Besitzer hat für die bemalten Wände eine kuriose Erklärung.

Schon seit Wochen steht es da, das alte Einfamilienhaus an der Brüder-Grimm-Straße 20 in Niestetal-Heiligenrode – leer, teilweise mit bröckelndem Putz und mit ebenso bunten wie wilden Farbschmierereien an den Wänden.

Fast schon könnte man meinen, das Haus sei Ziel einer Graffiti-Attacke von randalierenden Jugendlichen geworden. Inzwischen wollen Anwohner wissen: „Was ist da los?“. Da ist von „Schandfleck“ die Rede, ein anderer sagt, ihn mache so etwas fassungslos. Fakt ist: „Das Haus nahe des Heiligenröder Dorfkerns ist nicht Ziel eines Farb-Angriffs geworden“, klärt Marcel Mania, Besitzer des Hauses, auf.

Und keineswegs hat ein marodierender Jugend-Trupp das Haus beschmiert. „Nein, das waren die Töchter einer befreundeten Familie, die zu Weihnachten Farb-Sprühdosen geschenkt bekommen haben“, sagt Mania. „Und die haben sie zusammen mit Freundinnen einfach an meinem Haus ausprobiert“.

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Dieser Beitrag stammt von der Video-Plattform Glomex und wurde nicht von HNA.de erstellt.

Das sei für ihn auch überhaupt kein Problem gewesen, weil das Haus ohnehin bald abgerissen werde – „in etwa zwei Wochen ist es soweit“, sagt Mania. Schon jetzt wurden in Teilen die Fenster ausgebaut, auch ist das Haus für den Abriss bereits komplett leer geräumt.

„Das Haus, in dem bis vor Kurzem noch meine Großeltern gelebt haben, ist einfach alt, marode und entspricht nicht mehr dem Standard“, sagt Mania. Eine Sanierung lohne sich nicht mehr.

So werde noch in diesem Jahr an gleicher Stelle ein komplett neues Wohnhaus errichtet – „richtig schick wird das“, beruhigt Mania seine Nachbarschaft.

Tatsächlich hatte er es sich schon fast gedacht, dass die Schmierereien an den Wänden in der Nachbarschaft für Unruhe sorgen würden. Aber er beruhigt: „Alles ist in Ordnung. Sie hätten mal die fünf Mädchen mit ihren Farbsprühdosen sehen sollen! Die hatten eine Menge Spaß“.

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