Paar brütet seit 2012 in Sandershausen

Tierischer Nachwuchs in Niestetal: Erstmals vier Jungstörche im Nest

Erfolgreiche Brutsaison: Erstmals haben die Sandershäuser Storcheneltern vier Eier ausgebrütet. Ob alle Jungtiere überleben werden, ist allerdings noch nicht sicher. 
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Erfolgreiche Brutsaison: Erstmals haben die Sandershäuser Storcheneltern vier Eier ausgebrütet. Ob alle Jungtiere überleben werden, ist allerdings noch nicht sicher.  

Niestetal. Das einzige im Altkreis Kassel brütende Storchenpaar in Niestetal-Sandershausen hat zum ersten Mal vier Jungtiere im Nest sitzen.

In den vergangenen beiden Jahren schlüpften jeweils nur drei Jungtiere, und in den Jahren davor immer nur zwei. Die Störche brüten seit 2012 regelmäßig in Sandershausen nahe der Nieste-Mündung in die Fulda.

Störche fressen auch Fische

„Der vierte Storch ist etwas kleiner als seine drei Geschwister und war daher bisher noch nicht zu sehen“, berichtet Johannes Brenner aus Kassel, der das Sandershäuser Storchenpaar schon seit vielen Jahren mit seiner Kamera beobachtet.

Tatsächlich schlüpfen Störche nacheinander im Abstand von etwa zwei Tagen. Somit sind sie anfangs auch unterschiedlich groß. „Offenbar hat es der Kleinste bis jetzt noch nicht geschafft, über den Nestrand zu schauen.“

Dass es in diesem Jahr vier Jungtiere sind, spricht für eine relativ gute Nahrungssituation – die Altvögel finden aktuell ausreichend Futter für die Küken, hauptsächlich Mäuse, aber auch Insekten und immer häufiger auch Fische wie Graureiher, die sie aus der Fulda fischen.

Bis zu sieben Eier

Allerdings kann diese Futtersituation jederzeit wieder kippen. Im vergangenen Jahr hatte es eines der drei Jungtiere nicht geschafft. Wegen Nahrungsmangels war es zu schwach und war dann offenbar von den Altvögeln gezielt getötet worden, um die Chancen für die beiden verbleibenden Jungtiere zu erhöhen. „Auch dass kann jetzt jederzeit noch passieren“, weiß Johannes Brenner. Störche können bis zu sieben Eier legen, im Schnitt sind es aber vier, von denen dann drei erfolgreich ausgebrütet werden.

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