Förderung bewilligt

Jetzt kann Hallenbad in Niestetal gebaut werden

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Grund zum Feiern: Mitglieder der Betriebskommission der Gemeindewerke und Gemeindevertreter trafen sich an dem neuen Bauschild für das neue Niestetaler Schwimmbad. Bürgermeister Marcel Brückmann (links) und Projektleiter Thiemo Glomb (rechts) zeigten auf dem Plan, wie das Schwimmbad werden soll.

Das neue Hallenbad in Niestetal kann gebaut werden: Die Baugenehmigung gibt es seit 2018 - doch die Beantragung der Fördergelder hat lange gedauert.

Niestetal – „Wir können sofort loslegen“, sagt Niestetals Bürgermeister Marcel Brückmann zum Neubau des geplanten Hallenbades an der Heiligenröder Straße direkt zwischen Feuerwehrwache und A7-Brücke. 

Das neue Schwimmbad wird ab 2021 das marode Wichtelbrunnenbad ersetzen. Tatsächlich habe es unverhältnismäßig lange gedauert, bis alle eingereichten Unterlagen zur Beantragung der 4 Millionen Euro schweren Bundesförderung für das Hallenbad Niestetal geprüft worden seien. 

Kartonweise seien Akten mit Antragsunterlagen hin und her geschickt worden. Brückmann spricht von „unglaublichen Verzögerungen“ durch eine „überbordende Bürokratie“. Zu allem Überfluss hatten sich zwischenzeitlich noch die Förderrichtlinien geändert, sodass Unterlagen nachgearbeitet werden mussten.

Die ersten Ausschreibungen für das neue Hallenbad können raus

„Doch endlich haben wir den Zuwendungsbescheid“, sagt Brückmann. Die Bestätigung für eine weitere Förder-Million vom Land werde in den nächsten Tagen erwartet. „Nun können die ersten Ausschreibungen raus“, sagt Brückmann. Ursprünglich war dieser Schritt schon Mitte 2018 vorgesehen gewesen. Seit dieser Zeit zumindest liegt der Gemeinde schon die Baugenehmigung vor.

„Von der Ausschreibung bis zur Auftragsvergabe vergehen naturgemäß aber noch einmal bis zu zwei Monate“, ergänzt Gemeinde-Kämmerer Dennis Bachmann. Mit den ersten Kanal- und Tiefbauarbeiten sowie mit der Anhebung des Geländes auf ein hochwassersicheres Niveau könne also voraussichtlich erst im Februar/März 2020 begonnen werden.

„Wichtig ist, dass wir für diese Arbeiten frostfreies Wetter haben“, sagt der von der Gemeinde beauftragte Projektmanager Thiemo Glomb aus Kassel. Anschließend erfolgten dann die Ausschreibungen für den Rohbau sowie die technischen Anlagen, die Elektroinstallationen sowie das eigentliche Schwimmbecken aus Stahl.

Zeit drängt: Bis Ende 2020 muss das neue Hallenbad in Betrieb sein

Die Zeit drängt, denn laut Förderrichtline muss das neue Schwimmbad bis Ende 2020 seinen Betrieb aufgenommen haben. „Wir drücken auf die Tube“, sagt dazu Brückmann. „Wir haben zwischenzeitlich alles so geplant, dass die Bauzeit so kurz wie möglich ausfallen wird.“ So werde das Schwimmbad nun aus vielen Formbau- und Fertigteilen errichtet werden.

So wird das neue Hallenbad in Niestetal an der Heiligenröder Straße aussehen: Mit Erhalt des Zuwendungsbescheides vom Bund über 4 Mio. Euro kann nun mit dem Bau des neuen Hallenbades begonnen werden.

Insgesamt wird das neue Hallenbad rund 12 Millionen Euro kosten. Mit den Fördermitteln von Bund und Land in Höhe von insgesamt 5 Millionen Euro wird die Gemeinde noch einen Eigenanteil von rund 7 Millionen Euro stemmen müssen. Abgewickelt werden sämtliche Geldangelegenheiten durch die Gemeindewerke Niestetal als 100-prozentige Tochter der Gemeinde.

Gewerbe- und Grundsteuereinnahmen dienen der Refinanzierung

„Alle Aufwendungen werden über Kredite gestemmt und durch Gewerbe- und Grundsteuereinnahmen wieder refinanziert“, sagt Brückmann. Der entsprechende politische Beschluss darüber war schon im Zuge der Haushaltskonsolidierung am 11. April gefasst worden.

Damals waren die Grund- und Gewerbesteuern von jeweils 400 auf 527 Punkte angehoben worden. „Von dieser Anhebung um jeweils 127 Punkte werden aber nur 23 Punkte für den Bau und den Betrieb des Hallenbades notwendig sein“, sagt Brückmann. Mit Blick auf eine Familie mit Eigenheim mache dies eine Mehrbelastung von etwa 23 Euro pro Jahr aus. Die übrigen 104 zusätzlichen Steuerpunkte dienten der Haushaltskonsolidierung.

Insgesamt 25 Jahre lang wird die Gemeinde das neue Schwimmbad in Betrieb halten und damit auch anfallende Verluste auffangen müssen. „Das ist schlicht eine Maßgabe bei der Förderung.“

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