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Niestetal will mehr Sicherheit für Fußgänger an Schuwirth-Brücke

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Von: Boris Naumann

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Oft gefährliche Verkehrssituationen: Die Schuwirth-Kreuzung in Sandershausen ist vor allem für Fußgänger – darunter viele Schüler – ein Nadelöhr. archi
Oft gefährliche Verkehrssituationen: Die Schuwirth-Kreuzung in Sandershausen ist vor allem für Fußgänger – darunter viele Schüler – ein Nadelöhr. archi © Boris Naumann

Die Versuche, die Verkehrssituation in Sandershausen an der Schuwirth-Kreuzung vor allem für Fußgänger zu verbessern, gehen in die nächste Runde.

Niestetal – So soll nun ein weiteres Verkehrsexperiment am Donnerstag, 1. September, beginnen und bis zum 28. Februar andauern.

Zuletzt war von November 2020 bis April 2021 an der stark befahrenen Kreuzung Wilhelmine-Pötter-Straße, Auf der Insel und Heiligenröder Straße ein Verkehrsexperiment gestartet worden – mit dem Ergebnis, dass zwar viele wichtige Verkehrsdaten gesammelt werden konnten, sich daraus jedoch noch keine optimale Lösung ableiten ließ. „Positiv gezeigt hat sich, dass zwar der einfahrende Verkehr in den historischen Ortskern abgenommen hat und die durchfahrenden Autos deutlich langsamer als vor der Testphase gefahren sind. Doch hat sich eine durchgängige Akzeptanz des verkehrsberuhigten Bereichs nicht eingestellt“, sagt Gemeindesprecher Alexandros Souris. Aus rechtlichen Gründen ausscheiden würde weiterhin die Lösung, mithilfe von Fußgängerüberwegen die dortige Situation für Fußgänger – darunter viele Schüler – zu verbessern.

So sei in der neuen Testphase nun Folgendes angedacht: „Die bisherige Vorfahrtsregelung an der Heiligenröder Straße bleibt weiterhin bestehen“, sagt Souris. „Die Wilhelmine-Pötter-Straße erhält im Kreuzungsbereich zur Heiligenröder Straße eine Vorfahrts-Beschilderung. Folglich wird die Straße Auf der Insel mit Vorfahrt-gewähren-Schildern bestückt.“ Auf diese Weise werde die bisher geltende Rechts-vor-links-Regelung außer Kraft gesetzt. „Wegen dieser Regelung entsteht so am Ende des Brückengehweges eine Erweiterung der Aufstellfläche, die farblich markiert werden soll“, erläutert Souris weiter. Dies stelle eine Erleichterung für den kreuzenden Fußgängerverkehr dar. Denn: „Durch die neue Beschilderung und Markierung muss der einfahrende Verkehr den querenden Kindern den Vortritt einräumen, weshalb wir hoffen, dass sich diese Regelung in den kommenden sechs Monaten bewähren wird“, sagt Bürgermeister Brückmann (SPD). Den Schulkindern solle ein reibungsloser Weg zur Schule ermöglicht werden, zumal der Schulweg für die Kinder aus den Wohnquartieren südlich der Heiligenröder Straße zwangsläufig über die Straße Auf der Insel in die Wilhelmine-Pötter-Straße führt – und damit mitten durch das „gefährliche Nadelöhr“.

Die Gemeinde wie auch der Gemeinsame Ordnungsbehördenbezirk (GOB) hoffen nun, mit dem neuen Testlauf der Lösung des Sicherheitsproblems für Fußgängereinen Schritt näher zu kommen. Ausdrücklich laden die Gemeinde wie auch der GOB Verkehrsteilnehmer (Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer) dazu ein, ihre Erfahrungen, Tipps und Ratschläge an die Gemeinde wie auch den GOB weiterzuleiten. Dafür genutzt werden können die E-Mail-Adressen ordnungsamt@niestetal.de oder gob@niestetal.de mit dem Betreff-Vermerk „Verkehrssimulation 2022“.

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