Radweg bis nach Witzenhausen

Niestetal wünscht sich 30-Kilometer-Route durch das Nieste-Tal

Gut 30 Kilometer wäre eine Radroute von Niestetal bis nach Witzenhausen lang.
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Gut 30 Kilometer wäre eine Radroute von Niestetal bis nach Witzenhausen lang.

Die Niestetaler wünschen sich einen neuen Radweg. Der soll an der Nieste, vorbei an Uschlag, Dahlheim und Nieste über den Umschwang bis nach Witzenhausen führen. Die Fördermöglichkeiten dafür wurden nun aufgestockt

Niestetal – Der Bau eines Radwegs von Niestetal-Heiligenrode durch das Tal der Nieste vorbei an Uschlag, Dahlheim und Nieste über den Umschwang bis nach Witzenhausen ist einhelliger Wunsch aller Fraktionen des Niestetaler Gemeindeparlaments. Ein entsprechender Antrag der Grünen-Fraktion mit Ergänzungen durch die SPD wurde in der jüngsten Gemeindevertretersitzung einstimmig angenommen.

Forstwege könnten zur Radroute entwickelt werden, so ist kein Neubau möglich

So wird der Gemeindevorstand nun Gespräche mit den zuständigen Baulastträgern Hessens und Niedersachsens aufnehmen mit dem Ziel, eine durchgehende Radroute entlang der Straße zwischen Niestetal und Uschlag (L 3237) und weiter bis nach Witzenhausen-Kleinalmerode (L 563) in Niedersachsen zu schaffen. Die Finanzierung der Prüfung und die Umsetzung sollen dabei Sache der Baulastträger sein.

„Um die Verkehrswende zu ermöglichen, sind Fahrradwege auch solcher Art neu zu errichten oder bereits vorhandene Wege so zu ertüchtigen, dass sie als Fern-Radwege gute Dienste leisten können“, begründete Volkhard Franz, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Grünen, den Vorstoß. So könne beispielsweise zwischen Heiligenrode und Uschlag der bereits vorhandene Forstweg auf der Südseite der Nieste als Radroute entwickelt werden, sodass kein Neubau entlang der Landesstraße nach Uschlag erforderlich wäre.

Die Fördermittel wurden für die Jahre von 2020 bis 2024 aufgestockt

Aktuell stelle das Land in erheblichem Umfang Fördermöglichkeiten bereit, die in den vergangenen Jahren nochmals um 133 Millionen Euro auf 244 Millionen Euro für die Jahre 2020 bis 2024 aufgestockt worden seien. Mit diesem Geld solle ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt werden, in dem Rad- und Fußgängerverkehr wie auch der ÖPNV im Zusammenspiel betrachtet werden, um optimale, umweltschonende und moderne Verkehrslösungen zu schaffen.

Zumindest im Ansatz dürften Grüne und SPD damit nicht gänzlich bei Hessen Mobil gegen verschlossene Türen laufen. Denn tatsächlich stand bis zuletzt auch der rund 5 Kilometer lange Abschnitt von Heiligenrode bis nach Uschlag zur Debatte.

Hessen Mobil plant Strecken entlang der B 251 und der B 451

Doch hat sich Hessen Mobil anders entschieden. Statt Heiligenrode-Uschlag werden im Raum Kassel jetzt die 7,5 Kilometer lange Strecke von Dörnberg bis Kassel-Harleshausen entlang der B 251 und die 8,3 Kilometer lange Strecke Großalmerode bis Helsa entlang der B 451 geplant. Dieser Entscheidung war in monatelanger Bewertungsarbeit die Prüfung mehreren Hundert Einzelprojekten entlang von Landes- und Bundesstraßen in ganz Hessen vorausgegangen. Wie das Ministerium mitteilt, werden bis 2023 nun 28 Projekte mit 70 Millionen Euro gefördert.

Insgesamt würden damit 100 neue Radweg-Kilometer gebaut. Ob das Teilstück Heiligenrode-Uschlag in der nächsten Phase profitieren könnte, ist nicht klar. Von Seiten Hessen Mobils heißt es, dass der Ausbau der Strecke nicht vom Tisch ist. Allerdings könne man noch nicht sagen, wann es weitergeht. (Boris Neumann)

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