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Niestetaler Hallenbad macht Fortschritte

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Von: Boris Naumann

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Das Bild zeigt die noch im Rohbau befindliche Schwimmhalle des neuen Niestetaler Schwimmbad. Das Bild wird geprägt von einem großen Beckentisch aus Beton, auf dem später das Hauptbecken ruhen wird.
Längst hat der technische Innenausbau im neuen Niestetaler Schwimmbad begonnen. Hier ein Blick in die Schwimmhalle mit dem Hauptbecken. Es fehlt noch das eigentliche Stahlbecken, das später auf dem gestuften Beckentisch aus Beton ruhen wird. © Boris Naumann

Eine Million Euro Fördergeld gab es am Freitag für das neue Schwimmbad in Niestetal.

Niestetal - Im Zuge einer Baustellenbesichtigung überreichte Regierungspräsident Mark Weinmeister (CDU) Bürgermeister Marcel Brückmann (SPD) den entsprechenden Zuwendungsbescheid. „Der Anteil von Nichtschwimmern in der Bevölkerung steigt seit Jahren“, sagte Weinmeister. Um dem entgegenzusteuern seien Investitionen, wie sie die Gemeinde Niestetal in den Bau eines Schwimmbads tätige, von großer Bedeutung.

Das Geld kommt aus dem hessischen Schwimmbadinvestitionsprogramm (SWIM) und fließt als Anteilsförderung in die Gesamtinvestition in Höhe von 15 Millionen Euro ein. Zusammen mit den Fördermitteln des Bundes wird die Gemeinde somit insgesamt 5,84 Millionen Euro für das Projekt erhalten, 9,16 Millionen Euro schultert Niestetal alleine.

Der Bau des Schwimmbades an der Heiligenröder Straße macht indessen gute Fortschritte. Wie Bauamtsleiter Thiemo Glomb mitteilt, würden derzeit die ersten Komponenten der Badewassertechnik eingebaut. Fertig installiert sei bereits der Fernwärmeübergangspunkt, sodass nun sukzessive auch das Heizungssystem eingebaut werden könne. Für den Einbau vorbereitet sind bereits zahlreiche Teilsegmente für die Lüftungsanlage, „am heutigen Montag erwarten wir weitere Komponenten für die Klima- und Gebläsetechnik“, sagt Glomb. Fast fertig seien bereits die Dachabdichtungen sowie die Pfostenriegelfassade für den späteren Einbau der Panoramafenster. „Es läuft gut“, sagt Glomb.

Nach dem Sommer soll dann der Einbau sämtlicher Sanitäranlagen sowie der Umkleiden und Spinde beginnen. „Dann ist auch die ganze Innenraumausstattung an der Reihe“, der Eingangsbereich mit Kasse werde dann ebenso ausgestaltet wie der Aufgang zur Schwimmhalle sowie alle übrigen Räume und Aufenthaltsbereiche.

Die Fertigstellung der eigentlichen Schwimmhalle mit dem Einbau der Stahlbecken erfolge dann erst im zweiten Bauabschnitt. Herzstück der Schwimmhalle ist das 25 Meter lange und 10 Meter breite Mehrzweckbecken, hinzukommen ein Kursbecken und ein Planschbecken. „Wir hoffen, dass wir im Sommer 2023 mit dem Schwimmbad fertig werden können“, sagt Glomb. Ideal sei ein „fließender Übergang, wenn Ende August 2023 das Wichtelbrunnenbad schließen wird“, ergänzt Bürgermeister Brückmann.

Aktuell seien bedingt durch die Corona-Krise keine Lieferengpässe von bestellten Materialien oder Anlagen festzustellen. „Derzeit haben wir damit keine Probleme“, sagt Glomb. Auch mit Blick auf noch ausstehende Ausschreibungen halte sich das Risiko von Lieferschwierigkeiten voraussichtlich in Grenzen. „Alles Wichtige und Komplizierte ist bereits unter Dach und Fach.“

Noch nicht ausgeschrieben seien die Gestaltung der Freianlagen rund um das Schwimmbad sowie die Sanitäranlagen und Umkleiden. Noch diese Woche sollen erste Verhandlungen für die Beschaffung der Stahlbecken beginnen.

Von Boris Naumann

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