1. Startseite
  2. Lokales
  3. Kreis Kassel
  4. Niestetal

Niestetaler Kindergärten werden flexibler

Erstellt:

Von: Boris Naumann

Kommentare

Um Eltern den Wiedereinstieg in den Beruf zu erleichtern, nehmen die Kindergärten in Niestetal künftig Kinder schon ab dem 11. Lebensmonat auf.
Um Eltern den Wiedereinstieg in den Beruf zu erleichtern, nehmen die Kindergärten in Niestetal künftig Kinder schon ab dem 11. Lebensmonat auf. © Uwe Anspach/dpa

In den Kindergärten der Gemeinde Niestetal soll besser auf die Wünsche und Lebensrealitäten von Eltern eingegangen werden - unter anderem wird der Bereitschaftsdienst und das Aufnahmealter angepasst.

Niestetal – Darauf einigten sich jetzt die Niestetaler Gemeindevertretung in ihrer letzten Sitzung vor den Ferien. Die entsprechende Satzung wird ab 1. August in Kraft treten.

Eintrittsalter

Demnach werden Kinder schon vom 11. Lebensmonat an bis zum vollendeten dritten Lebensjahr in Krippengruppen betreut, Kinder vom 23. Lebensmonat bis zum Schuleintritt in Kindergartengruppen oder in altersgemischten Gruppen. Mit diesem Schritt soll die Vereinbarkeit von Familie und Beruf weiter verbessert werden. Tatsächlich waren zuletzt vermehrt Anfragen an die Verwaltung und an die Kindergärten gerichtet worden, ob nicht auch eine frühere Aufnahme der Kinder in den Kindergärten möglich wäre. Der Grund: Viele Eltern müssen ab dem Tag, an dem das Kind das erste oder das zweite Lebensjahr vollendet, wieder zurück in den Beruf. „Mit diesem Schritt wollen wir den Eltern den Druck nehmen und den Kindern eine bestmögliche Eingewöhnung ohne Wechsel der Begleitperson ermöglichen“, teilt die Verwaltung mit.

Bereitschaftsdienst

Neu geregelt wird auch der Bereitschaftsdienst während der Schließzeiten in den Osterferien (eine Woche) und den Sommerferien (drei Wochen). So wird der Bereitschaftsdienst nun auch wochenweise in Anspruch genommen werden können. Zuvor war nur die Inanspruchnahme aller vier Wochen (gesamte Schließzeit) möglich gewesen. Zudem werden in diesem Zeitraum jetzt noch gesonderte Betreuungszeiten angeboten.

Auch hier wird dem Elternwunsch nach mehr Flexibilität entsprochen. So habe sich gezeigt, dass Eltern ihre Kinder nicht immer gleich alle vier Wochen dem Bereitschaftsdienst anvertrauen wollen. Zudem mussten Eltern, deren Kinder zum Zeitpunkt der Schließung an Ostern noch nicht den Kindergarten besuchten, die Gebühren für den gesamten Bereitschaftsdienst zahlen.

Nicht zuletzt habe das Anmeldeverhalten gezeigt, dass einige der regulären Betreuungszeiten nicht in Anspruch genommen wurden. So sollen künftig den Familien nun individuellere Zeiten angeboten werden.

Anmeldung

Bereits seit Januar ist die Gemeinde mit dem Kindergartenprogramm webKITA online. Dadurch werden Anmeldungen für einen Betreuungsplatz nur noch digital über das Programm entgegengenommen. Auch die Platzvermittlung wird darüber gesteuert.

Bedenken der Grünen-Fraktion, dass es zu Problemen kommen könnte, wenn bei Familien bestimmte Voraussetzungen für eine Online-Anmeldung nicht gegeben sind, wurden zerstreut. „Wenn es Schwierigkeiten geben sollte, können sich Familien selbstverständlich auch weiterhin direkt an die Gemeinde wenden“, sagte Amelie Gottschalck von der SPD-Fraktion.

Auch interessant

Kommentare