Auch der Kostenrahmen von 12 Millionen Euro wird nicht zu halten sein

Niestetaler Schwimmbad wird erst 2023 fertig

Der Rohbau für das neue Schwimmbad in Niestetal ist noch voll im Zeitplan fertig geworden. Verzögerungen wird es aus fördertechnischen Gründen bei der Ausstattung der Schwimmhalle geben.
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Der Rohbau für das neue Schwimmbad in Niestetal ist noch voll im Zeitplan fertig geworden. Verzögerungen wird es aus fördertechnischen Gründen bei der Ausstattung der Schwimmhalle geben. Auch ist schon absehbar, dass der bislang kalkulierte Kostenrahmen von 12 Millionen Euro wohl nicht zu halten sein wird.

Kaum ist der Rohbau für das neue Schwimmbad in Niestetal fertig geworden, zeichnet sich ab, dass das Gesamtprojekt nun wohl doch erst im Herbst 2023 seinen Betrieb aufnehmen kann.

Niestetal – Damit verschiebt sich die komplette Fertigstellung des Bades um genau ein Jahr nach hinten. Ursprünglich sollte das neue Schwimmbad im Herbst 2022 eröffnen. Das gab jetzt Projektleiter Thiemo Glomb im Gespräch mit der HNA bekannt. Grund für die Verzögerung sei rein fördertechnischer Natur. „Das ganze Projekt ist in zwei Bauabschnitte eingeteilt“, erklärt Glomb. Der erste Teil beinhalte den Rohbau mitsamt der kompletten Innenausstattung sowie aller technischen Installationen. Der zweite Bauabschnitt beinhalte allein die Schwimmhalle mit den drei Becken und dem Ausfliesen des Bodens.

„Beide Bauabschnitte sind fördertechnisch voneinander getrennt“, sagt Glomb. Während die Fördermittel von Bund und Land für den ersten Bauabschnitt bereits fließen, liegen die Förderbescheide für den zweiten Bauabschnitt noch nicht vor. „Und solange wir die noch nicht in den Händen halten, dürfen wir im zweiten Bauabschnitt – also im Bereich der Schwimmebene – auch noch nichts tun“, sagt Glomb.

Das habe zur Folge, dass im weiteren Bauverlauf zunächst der jetzt fertiggestellte Rohbau komplett ausgestattet werde. „Noch im November kommt das Dach drauf. Anschließend folgen alle technischen Dinge wie die Heizung, die gesamte Stromversorgung, die Chlor-, Klima- und Lüftungsanlagen, sämtliche Sanitäranlagen, alle Spinde und Umkleiden sowie der Eingangs- und Kassenbereich.“ Auch außen werde die Fassade vollständig ausgestaltet.

„Ergebnis wird sein, dass das Schwimmbad dann Ende 2022 von außen wie von innen aussehen wird, als sei es fertig – nur dass dann eben noch die drei Schwimmbecken aus Edelstahl sowie alle Fliesen in der Schwimmhalle fehlen, weil dieser Bauabschnitt eben einfach später gefördert wird.“

All diese Informationen seien inzwischen auch mit der Betriebskommission sowie mit der Gemeinde Niestetal besprochen worden. „Bürgermeister Marcel Brückmann ist ebenso informiert wie auch die Gemeindevertreter“, teilt Glomb mit.

Mit Blick in die Zukunft sei auch zu erwarten, dass das Schwimmbad insgesamt teurer werde als zunächst kalkuliert. „Wir haben schon sehr sauber und prognostisch gerechnet“, sagt Glomb. Doch werde die Corona-Krise, die bei den jüngsten Kalkulationen noch nicht absehbar war, nun doch noch die Kosten weiter nach oben treiben. „Die Lieferengpässe für Materialien, Baustoffe sowie für technische Anlagen im Baugewerbe sind hinlänglich bekannt“, sagt Glomb. Diese Tatsache mache aktuell vor keinem Bauprojekt halt.

Einziger Vorteil sei dabei, „dass mit steigenden Baukosten auch der Förderanteil steigt“, sagt Glomb, „jedoch nur bis maximal 6 Millionen Euro“. Zuletzt seien 5,55 Millionen Euro Fördermittel im Topf gewesen, das könnte jetzt wieder auf 6 Millionen Euro hochklettern“, sagt Glomb. Dann würde das Bad aber auch nicht mehr „nur“ 12 Millionen Euro, sondern entsprechend mehr kosten. Glomb: „Alles, was noch darüber hinaus geht, wird die Gemeinde dann alleine stemmen müssen.“ Zum jetzigen Zeitpunkt könne aber noch nicht gesagt werden, inwieweit sich der Bau verteuern werde. (Boris Naumann)

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