Neubau mit sechs Gruppenräumen

Der siebte Kindergarten in Niestetal soll größer werden

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Aufsicht auf den neuen Kindergarten: Der rot gezeichnete Gebäudeteil markiert den Anbau für die sechste Gruppe.

Es ist sicher: In Niestetal wird die Zahl der Kindergartenkinder in den kommenden Jahren weiter steigen, was vor allem daran liegt, dass die Gemeinde aktuell immer mehr Zuzüge von Familien mit Kindern im Kindergartenalter verzeichnet.

So war schon bei den Diskussionen um den Bau des nunmehr siebten kommunalen Kindergartens in Niestetal klar, dass möglicherweise schon bald noch ein achter hinzukommen muss.

Doch hat die Gemeindepolitik nun eine Zwischenlösung gefunden. Diese Lösung lässt sich planerisch wie auch finanziell deutlich einfacher umsetzen als die Entwicklung noch eines weiteren Kindergartens. So wird der aktuell geplante Kindergarten, der Anfang 2021 in Sandershausen an der Straße Am Wolfsgraben in Betrieb gehen soll, nun einfach um eine weitere Gruppeneinheit erweitert. Der Platz auf dem gut 10 500 Quadratmeter großen Grundstück ist da, und auch baurechtlich ergeben sich daraus keine Schwierigkeiten. 

Damit wird der neue Kindergarten nicht mehr „nur“ 100 Kinder aufnehmen können, sondern dann 125. Geplant ist das Angebot einer vierten Gruppe für Kinder im Alter ab dem 22. Lebensmonat bis zum Schuleintritt. Weiterhin Bestand haben die zwei vorgesehenen Gruppen ab dem zehnten Lebensmonat bis zum dritten Lebensjahr (U3).

Für die neue Kindergartenvariante entstehen der Gemeinde Zusatzkosten in Höhe von rund 970 000 Euro. Diesem Betrag steht eine weitere Einnahme von Fördermitteln in Höhe von 300 000 Euro gegenüber.

Insgesamt wird dann der neue Kindergarten am Wolfsgraben fast 7 Millionen Euro kosten.

Tatsächlich sind die Planungen schon so weit gediehen, dass bereits im September die Fördergelder beantragt und im Oktober der Bauantrag gestellt werden können. Mit dem Fördermittelbescheid ist Ende 2019 zu rechnen, mit der Baugenehmigung im Januar 2020. Im Mai 2020 kann dann mit dem Bau begonnen werden.

Und was ist, wenn die Kapazitäten dann immer noch nicht reichen? Projektplaner Thiemo Glomb (Kassel) kann beruhigen. Denn am Hang oberhalb des neuen Kindergartens wäre immer noch Platz für einen achten Kindergarten. Allerdings müssten hierzu bau- und planungsrechtlich noch einige Weichen gestellt werden.

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