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„Einfach nicht mehr da“: Baufirma für Glasfaserausbau ist plötzlich verschwunden

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Von: Moritz Gorny, Boris Naumann

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Die Glasfaser-Projekte von Anbieter Goetel in Niestetal und Nieste (Kreis Kassel) stocken. „Die Baufirma ist einfach nicht mehr da“, sagt ein Bürgermeister.

Niestetal/Nieste – Möglicherweise wird es zu Verzögerungen beim Glasfaserausbau in Niestetal-Sandershausen und Nieste (Kreis Kassel) kommen. Offenbar ist die von Anbieter Goetel beauftragte spanische Tiefbaufirma verschwunden.

„Die Baufirma ist einfach nicht mehr da“, teilte Niestetals Bürgermeister Marcel Brückmann der HNA mit. Negativ dabei: „Wegen ungesicherter Baustellen wird dringend gebeten, in den Straßen Spiekershäuser Straße, Theodor-Heuss-Straße, Hugo-Preuß-Straße, Fuldablick, Am Dachsacker, Schöne Aussicht, Am Liethberg, Bergstraße und Waldstraße sehr aufzupassen“, sagt Brückmann. Goetel wolle ab Freitagmorgen (14. Oktober) die Gefahrenpunkte entschärfen.

Niestetal und Nieste: „Es waren die Arbeiter weg, dann die Maschinen“

Brückmann zeigt sich vom Verschwinden der Baufirma überrascht, Niestes Bürgermeister Klaus Missing reagiert fast schon desillusioniert: „Ich habe nichts davon gehört, aber ich würde es nicht ausschließen.“ Missing hatte sich Tags zuvor noch über die Firma Goetel beschwert, im Speziellen über die Kommunikation.

Glasfaserkabel ragen aus einer Baugrube im Bürgersteig.
Offenbar ist die spanische Tiefbaufirma verschwunden, die eigentlich den Glasfaserausbau in Niestetal und Nieste übernehmen sollte. Unser Foto entstand in der Niester Endschlagsiedlung. © Moritz Gorny

In Niestetal will ein Anwohner Zollbeamte beobachtet haben, was aber bislang unbestätigt ist. Zollbeamte tauchen auf, wenn illegale Arbeitsverhältnisse zu vermuten sind. „Erst waren die Arbeiter weg, dann die Maschinen“, so der Niestetaler.

Von Goetel selbst war bislang trotz mehrfacher Nachfrage keine Antwort zu bekommen. „Gegenüber unserer Gemeinde ist ein rascher Weiterbau des Glasfasernetzes anvisiert worden“, teilt Brückmann mit. (Boris Naumann, Moritz Gorny)

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