Rainer Althans suchte zwei Tage nach Tieren

Verschwundenen Gänse in Niestetal wieder aufgetaucht

15 Pommerngänse wurden Rainer Althans in der Nacht zu Donnerstag in Sandershausen gestohlen. Zwei Tage später standen sie plötzlich wieder auf der Wiese.
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15 Pommerngänse wurden Rainer Althans in der Nacht zu Donnerstag in Sandershausen gestohlen. Zwei Tage später standen sie plötzlich wieder auf der Wiese.

Zwei Tage lang suchte Rainer Althans aus Niestetal nach seinen 15 Pommerngänsen, die in der Nacht zu Donnerstag 21. Oktober, gestohlen wurden. Er erstatte Anzeige bei der Polizei – Doch plötzlich standen die Tiere wieder auf der Wiese.

Niestetal – Das hat Rainer Althans aus Niestetal noch nicht erlebt. Schon seit Jahren hegt und pflegt der Landwirt am Ende der Fuldastraße in Sandershausen direkt an der Nieste einige Hühner, Enten und Gänse. Doch dann sind vor zwei Tagen plötzlich 15 Gänse spurlos verschwunden, ein Tier ist sogar tot. Der 80-Jährige ist sich sicher: Die Tiere wurden geklaut.

Tiere standen plötzlich wieder auf der Wiese

Er erstattet Anzeige und meldet sich bei der Zeitung, in der Hoffnung, dass jemand den Diebstahl beobachtet hat. Doch Freitagabend passiert dann das, was sich der Landwirt nicht erklären kann: Plötzlich stehen die Tiere wieder auf der Wiese. „Ich weiß nicht, wie das passieren konnte.“ In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag waren die Tiere verschwunden. Keine seiner Pommerngänse sei mehr da gewesen. „Bis auf eine. Die hat tot auf dem Boden gelegen.“

Merkwürdig dabei: „Der ganze Hals war aus dem Körper gerissen. Ein brutaler Akt. So etwas hab ich noch nicht gesehen.“ Althans ist sich sicher, dass weder Fuchs, Marder noch Waschbär sich über seine Gänse hergemacht haben. „Das hätte ganz anders ausgesehen.“ Ein Marder beispielsweise geriete in einen Blutrausch und würde die Tiere wahllos töten. „Die Gänse würden jetzt hier alle auf der Wiese herumliegen, aber nichts ist zu sehen – noch nicht einmal ausgerissene Federn.“

Pommerngänse sind an ihrer typischen Gefiederfärbung zu erkennen.

Polizei ermittelte

Am Mittwochabend hatte er seine Gänse noch in den Stall gebracht, die Tür mit einer Stange zugestemmt. Am nächsten Morgen war die Stange nicht mehr an ihrem Platz, der Stall komplett leer. Wären die Gänse nur ausgebüchst, hätten sie ihr Freiluftgehege aber nicht verlassen, ist sich Langhans sicher und ist von einem Diebstahl überzeugt. „Das müssen mindestens drei Leute gewesen sein. Einer wartet im Lieferwagen und die anderen beiden holen die Gänse aus dem Stall“, vermutet Althans. Auch die Polizei ermittelt, wie Sprecher Matthias Mänz bestätigt.

Doch dann stehen die 15 Pommerngänse, deren weißes Gefieder dunkle Felder aufweist, am frühen Freitagabend plötzlich wieder auf ihrer Wiese an der Nieste, als sei nichts geschehen. Wie sie die beiden Tage verbracht haben, wird wohl ihr Geheimnis bleiben. Althans kann sich zwar nicht erklären, wo sie zwei Tage lang waren, aber der Landwirt ist einfach nur froh, dass sie wohlbehalten wieder zurück sind. (Boris Naumann)

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