Oskar lässt es schön gruseln

Neunjähriger aus Kaufungen gewinnt internationalen Schreibwettbewerb

Oskar Hoffmann hat mit seiner Geschichte vom Düsterwald den Schreibwettbewerb „Theo junior“ gewonnen. Links zeigt er eines seiner Lieblingsbücher, einen Harry-Potter-Band.
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Mit Leselust und Spaß am Schreiben: Oskar Hoffmann hat mit seiner Geschichte vom Düsterwald den Schreibwettbewerb „Theo junior“ gewonnen. Links zeigt er eines seiner Lieblingsbücher, einen Harry-Potter-Band.

Lesen ist eine der großen Leidenschaften von Oskar Hoffmann. Der Neunjährige hat schon einige Harry-Potter-Bücher sowie Comic-Romane der Reihe „Gregs Tagebuch“ verschlungen und sich sogar an „Herr der Ringe“ versucht – auch mal mit der Taschenlampe unter der Bettdecke.

Kaufungen – Doch zu richtig großer Form läuft der junge Kaufunger auf, wenn er seine eigenen Geschichten zu Papier bringt. Jetzt hat er den international ausgeschriebenen Berlin-Brandenburgischen Preis „Theo“ für junge Literatur gewonnen und sich gegen 700 Mitbewerber durchgesetzt, wie seine Mutter berichtet. Zur Preisverleihung fährt der Junge mit seiner Familie im September nach Berlin.

„Jenseits des Düsterwaldes“ heißt seine preisgekrönte Geschichte. Sie handelt von einem König, der sein Reich verlässt, um das geheimnisvolle Portal zur „anderen Seite“, einer schöneren Welt zu finden. Das gelingt ihm nicht, dafür verliebt er sich in eine Elfe. „Ich mag Action- und Gruselgeschichten“, sagt der Neunjährige. Das Schreiben mache ihm einfach Spaß. Das fing schon an, kurz nachdem er in die Grundschule Niederkaufungen kam. „Da habe ich in der Frühstückspause meine erste Geschichte geschrieben und der Lehrerin gezeigt“, erzählt er. Wenn er früher als die anderen mit einer Aufgabe fertig sei, erlaube ihm die Lehrerin auch, an einer neuen Geschichte weiterzuschreiben.

Dichter oder Autor will der Neunjährige, der noch acht war, als er sich für den Schreibwettbewerb anmeldete, aber nicht werden. „Schreiben macht mir einfach nur Spaß“, sagt er. Sich für die Zukunft auf etwas festlegen, möchte er noch nicht.

Schließlich hat Oskar viele Interessen: Vergangenes Jahr erst hat er mit seinen etwas älteren Brüdern Anton und Paul sowie einem Mitschüler einen Lego-Wettbewerb gewonnen (wir berichteten) und aus den Steinen einen Spielplatz gebaut. Auch einen Roboter hat er schon programmiert, demnächst macht Oskar einen Kurs im Schülerforschungszentrum Nordhessen.

Oskars Mutter Tina Hoffmann-Deist sorgt während der mit viel Internet-Unterricht verbundenen Zeit der Pandemie dafür, dass ihren drei Söhnen nicht langweilig wird. Sie suche regelmäßig nach Wettbewerben, an denen ihre Kinder teilnehmen können, berichtet die Lehrerin. Inzwischen sei der Gewinn von Preisen bei solchen Veranstaltungen zu einem sportlichen Wettbewerb unter ihren Söhnen geworden. Solange es ihnen Spaß mache, könne man den Ehrgeiz der Kinder wecken, meint Hoffmann-Deist.

Von Peter Dilling

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