Elektrosmog durch 380kV-Leitung

Petition soll Zweifel klären

Lohfelden. Zwei Lohfeldener Bürger aus dem Quellenweg haben am Montag beim Hessischen Landtag in Wiesbaden eine Petition zum Schutz vor Elektrosmog eingereicht. Ziel der Petition von Kirsten Woda und Vedat Kahya ist der Abbau der beiden Freileitungen mit 380 000 und 110 000 Volt, die mitten durch Lohfelden führen.

In unmittelbarer Nähe und teilweise auch direkt unter den Hochspannungsleitungen stehen mehrere Wohnhäuser. Bei den dort lebenden Menschen seien gehäuft schwere Krankheiten wie Krebs, Multiple Sklerose und schwere Behinderungen aufgetaucht, heißt es in der Petition. Unabhängige Gutachter müssten nachweisen, dass die Grenzwerte und Richtlinien eingehalten würden, Sachverständige müssten einen Zusammenhang der Erkrankungen mit den Stromtrassen ausschließen.

Verein gründen

Die beiden Lohfeldener bezweifeln, dass die Schutzzonen eingehalten sind. Im Quellenweg hängt die 380 000 Volt-Leitung in neun Meter Höhe über einem Wohnhaus, das Land empfehle einen Mindestabstand von 38 Metern.

Untersucht werden müsse auch die Übertragung der alten Überspannrechte aus dem Jahr 1929 von der Preußag auf die Eon. Der Übertragung sei ohne Zustimmung der Grundeigentümer und ohne Prüfung erfolgt, ob die Stromleitung, die früher wesentlich schwächer ausgelegt gewesen sei, auch die heutigen Grenzwerte erfülle.

Vedat Kahya und Kirsten Woda haben 600 Unterschriften von Unterstützern in Lohfelden gesammelt. Jetzt wollen sie einen Verein gründen, der auch über Lohfelden hinaus im Landkreis Kassel aktiv sein soll.

Für Dienstag, 30. November, 19.30 Uhr, ist eine weitere öffentliche Informationsveranstaltung zu diesem Thema im Bürgerhaus Lohfelden geplant, zu der neben Behördenvertretern auch Abgeordnete eingeladen werden sollen. (hog)

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