Pläne für Solartankstelle sind geplatzt

Genossenschaft wurde aufgelöst – Kaufungen will Ladepunkte schaffen

Aus diesen Plänen wird nichts: Die Solartankstelle, wie sie hier im Modell dargestellt ist, wird es in Oberkaufungen nicht geben. archiv 
+
Aus diesen Plänen wird nichts: Die Solartankstelle, wie sie hier im Modell dargestellt ist, wird es in Oberkaufungen nicht geben. archiv 

Im Mai 2019 stellten die Regionalen Versorgungswerke (RVW) mit Sitz in Erfurt stolz die Pläne für die erste Solartankstelle in der Region vor. Doch jetzt sind die Pläne geplatzt.

Kaufungen – Das Projekt mit neun Ladepunkten für Elektro-Autos sollte in Oberkaufungen an der Theodor-Heuss-Straße entstehen. Doch jetzt sind die Pläne geplatzt, wie die Gemeinde Kaufungen auf HNA-Anfrage mitteilt.

Demnach sei die Genossenschaft RVW Energiemanagement aufgelöst worden, heißt es aus dem Kaufunger Rathaus. „Deshalb wird das Projekt leider nicht zustande kommen.“ Der Gemeindevorstand habe daher den Gestattungsvertrag für das Nutzen des Grundstücks gekündigt, heißt es weiter.

Kaufungen: Pläne für Solartankstelle sind geplatzt

Ein Nachfolgeprojekt werde zurzeit nicht angestrebt. Schließlich sei das Grundstück an der Theodor-Heuss-Straße von den Gremien ausschließlich für die Solartankstelle vorgesehen gewesen. Laut Mitteilung „werden nun wieder die ursprünglichen Pläne anvisiert, einen der vorhandenen öffentlichen Parkplätze in der Theodor-Heuss-Straße mit einer Ladesäule auszurüsten“.

Auf Anfrage wollte sich niemand seitens der RVW gegenüber der HNA äußern. Im Mai 2020 hatten sich bereits Probleme bei der Umsetzung des 1,1 Millionen Euro teuren Projekts gezeigt. Die Genossenschaft verschob seinerzeit den Baustart, der schon für Sommer 2019 anvisiert worden war, auf unbestimmte Zeit. Als Grund nannte ein RVW-Ansprechpartner „coronabedingte Verzögerungen“. Er versicherte, dass das Projekt in jedem Fall umgesetzt werde, „wir beginnen nur einfach später“.

Kaufungen will Ladepunkte schaffen

Für die Solartankstelle am Park-and-Ride-Parkplatz waren zwei AC- und eine DC-Schnellladesäule vorgesehen, die über eine Fotovoltaikanlage auf dem Tankstellendach gespeist werden sollte. Diese sollte eine Leistung von 43,20 kWp erbringen. Laut einem Sprecher der Hessischen Landesenergie-Agentur entspricht das etwa dem Bedarf von zehn Haushalten pro Jahr. Obendrein hatte die RVW einen Stromspeicher eingeplant. Er sollte eine Leistung von einem Megawatt und eine Kapazität von 1,37 MWh haben. Moritz Gorny

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.