50.000 Euro von Seniorin erbeutet

Enkeltrickmasche: Polizei sucht mit Phantombild nach Betrüger

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Phantombild: So soll der Betrüger ausgesehen haben.

Knapp 50.000 Euro ergaunerten Betrüger am 4. Juni mit der Enkeltrickmasche von einer Seniorin in Baunatal. Jetzt veröffentlichte die Polizei ein Phantombild des Geldabholers.

Dadurch erhoffen sich die Ermittler der Kasseler Kripo Hinweise auf den bislang unbekannten Täter aus der Bevölkerung zu bekommen.

Das nun veröffentlichte Phantombild erstellten Spezialisten des Hessischen Landeskriminalamtes gemeinsam mit dem Opfer. Der darauf zu sehende Mann, bei dem es sich um den Abholer der knapp 50.000 Euro handelt, soll nach Angaben der Polizei etwa 1,75 Meter groß sein, eine mitteleuropäische Erscheinung, einen dickeren Bauch und dunkelbraune Haaren haben.

Zur Tatzeit am 4. Juni soll er einen älteren schwarzen Anzug, eine blaue Kopfbedeckung und eine glänzende, teuer aussehende schwarze Lederumhängetasche getragen haben. Zudem soll er bei der Geldübergabe gehechelt haben, als sei er zuvor gerannt.

Die knapp 50.000 Euro übergab die Seniorin am Dienstag, 4. Juni, gegen 13.30 Uhr in der Straße „Hünsteinplatz“ in Baunatal, in unmittelbarer Nähe zu der dortigen Kindertagesstätte an den Geldabholer, bei dem es sich angeblich um einen Notar handeln sollte.

Die Betrugsmasche hatte zuvor über das Telefon begonnen. Dem Täter gelang es, dem hochbetagten Opfer zu suggerieren, er sei der Enkel. Bei einer Auktion habe er gerade eine Wohnung zu einem Schnäppchenpreis ergattert, müsse diese aber sofort bezahlen, sonst würde sie an andere verkauft. Den nach mehreren Telefonaten vom Opfer in Aussicht gestellten Bargeldbetrag von knapp 50.000 Euro werde aber ein Notar abholen kommen, da der „Enkel“ von der Auktion nicht wegkönne. Nach der Übergabe suchte der angebliche Notar sofort das Weite. Den Betrug deckte später am Tag der echte Enkel auf, woraufhin die Polizei verständigt wurde.

Die Ermittler bitten Zeugen, die Hinweise zu dem auf dem Phantombild abgebildeten Mann geben können, sich unter der Tel.: 0561/9100 bei der Kasseler Polizei zu melden. 

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