Sanierung der Fahrbahn seit dem Sommer

A44: Fahrbahnsanierung bei Kassel-Wilhelmshöhe - Engpass verschwindet noch 2019

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Nadelöhr: Seit dem Sommer rollen die Fahrzeuge durch die enge Baustelle zwischen Kassel-Wilhelmshöhe und Zierenberg. Bis Weihnachten soll die Fahrbahnerneuerung weitgehend abgeschlossen sein.

Bis Weihnachten soll ein Nadelöhr für Autofahrer auf der Autobahn 44 bei Kassel-Wilhelmshöhe verschwinden. Die Fahrbahnsanierung ist in den letzten Zügen.

Dann ist nach Angaben der Landesbehörde Hessen Mobil die Fahrbahnerneuerung auf einem vier Kilometer langen Abschnitt zwischen Zierenberg und Wilhelmshöhe abgeschlossen. 

Seit dem Sommer wird dort der Belag in Fahrtrichtung Kassel erneuert. Die Autos rollen in zwei Baustellenspuren pro Richtung über die Gegenseite. Es gebe nur noch einige Restarbeiten im Bereich von drei Brücken, teilt Behördensprecher Marco Lingemann auf Anfrage mit.

A44: Baustelle bei Kassel-Wilhelmshöhe sorgte immer wieder für Staus

Immer wieder war es durch den Baustellen-Engpass – insbesondere in Fahrtrichtung Dortmund – zu Staus gekommen. Wegen des langen Bergaufstücks ab dem Kreuz Kassel-West bis zur Anschlussstelle Wilhelmshöhe und der Einengung von drei auf zwei Fahrspuren staute sich vor allem der Lkw-Verkehr – die Brummis reihten sich in Höhe der Gemeinde Schauenburg dicht an dicht hintereinander auf. „In diesem ansteigenden Streckenabschnitt sind gelegentliche Staus infolge der Kapazitätsreduzierung nicht zu vermeiden“, sagt Lingemann.

A44 - neuer Asphalt soll Geräusche vom Verkehr auf der Autobahn dämpfen

Für die Menschen am Brasselsberg in Kassel und in den Orten der Gemeinde Schauenburg könnte es mit dem Einbau einer neuen Fahrbahndecke etwas ruhiger werden. Laut Hessen Mobil wurde ein offenporiger Asphalt verwendet, der den Geräuschpegel des Autobahnlärms um etwa zwei Dezibel senken soll. Die Fahrbahnsanierung kostet nach Angaben der Behörde sieben Millionen Euro.

A44: Besondere Betonschutzwände sollen Erdreich im Wasserschutzgebiet schützen

Eine Besonderheit ist der Einbau von 90 Zentimeter hohen Betonschutzwänden auf beiden Seiten auf einem 700 Meter langen Abschnitt. Die Wände seien auf Anordnung der Wasserbehörden installiert worden, so Lingemann. Sie dienten dazu, dass bei Lkw-Pannen und Unfällen mit Gefahrguttransportern keine Stoffe und Betriebsmittel auf das benachbarte Erdreich gelangen könnten. 

Dieser Bereich durchquere nämlich ein Wasserschutzgebiet, erläutert der Hessen-Mobil-Sprecher. An zwei Stellen bleibt auch nach Weihnachten noch ein Tempolimit von 100 km/h bestehen. Laut Marco Lingemann werden die Überleitungen der jetzigen Baustellenfahrspuren im Mittelstreifen erst nach den Ferien endgültig geschlossen. Grundsätzlich werden aber in Richtung Dortmund wieder drei und in Richtung Kassel zwei Fahrspuren zur Verfügung stehen.

Die Gegenfahrbahn wird in absehbarer Zeit nicht saniert

Übrigens: Auf die Ausstattung der Gegenseite in Fahrtrichtung Dortmund mit einem Flüsterbelag müssen die lärmgeplagten Anwohner allerdings noch warten. Jetzt wurde lediglich die A 44-Fahrbahn in Fahrtrichtung Kassel erneuert.

„Die anstehenden Projekte an den Autobahnen werden jährlich einer objektiven Bewertung unterzogen und auf ihre Dringlichkeit überprüft“, erläutert Sprecher Marco Lingemann. Nach jetzigem Stand seien in den kommenden drei bis vier Jahren zunächst andere Maßnahmen mit höherer Priorität umzusetzen.

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