Wasserschaden hatte DGH lahmgelegt

Bald ist auch die Turnhalle in Martinhagen wieder fit

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Auch hier stand das Wasser: Nach der Trocknung wird das Parkett im Gesellschaftsraum abgeschliffen.

Schauenburg. Ein Wasserschaden hatte  das Dorfgemeinschaftshaus Martinhagen lahmgelegt. Momentan werden die letzten Sanierungsarbeiten ausgeführt. 

Auf den ersten Blick fällt einem in der Turnhalle des Dorfgemeinschaftshauses nichts auf. Erst beim genaueren Hinsehen erkennt man, dass sich die unter dem PVC-Boden befindlichen Spanplatten mit ihrem Profil abzeichnen. Und dann sind da noch die kleinen kreisrunden Löcher im PVC, durch die eine Trocknungsfirma wochenlang warme Luft durch Schläuche in den Unterbau des Schwingbodens geleitet hat: Das sind die letzten Hinweise auf den großen Wasserschaden, der im November 2018 fast das ganze Dorfgemeinschaftshaus in Martinhagen lahmgelegt hat.

Der Austausch des PVC-Belags gegen einem Linoleum-Boden ist der letzte Akt der Sanierung dieses Wasserschadens. In knapp drei Wochen soll auch die Turnhalle wieder benutzbar sein, hat Schauenburgs Bürgermeister Michael Plätzer angekündigt.

Auf 70 000 Euro beziffert der Hochbauingenieur Heinrich Carl von der Gemeinde Schauenburg derzeit den Wasserschaden. Diesen bezahlt die Versicherung. Denn der Schaden wurde durch ein unvorhersehbares Ereignis ausgelöst: Ein Eckventil unter der Spüle in der Küche des Dorfgemeinschaftshauses platzte ausgerechnet an einem Wochenende, als niemand da war. Wie viele Kubikmeter Wasser herausgesprudelt sind, kann Carl nicht beziffern.

Jedenfalls lief das Wasser in Richtung der Turnhalle, tropfte schließlich durch die Fassade, gelangte sogar auf die Parkplätze unter dem Dorfgemeinschaftshaus, bahnte sich seinen Weg weiter in den Gesellschaftsraum, lief in den Keller, wo die Theatergruppe Thema 90 sowie der Schützenverein ihre Räume haben. Alle Räume seien voller Dampf gewesen, da warmes Wasser ausgetreten sei, berichtet Claus.

Der Boden des Schießstands ist inzwischen erneuert worden, die Deckenplatten wurden ausgetauscht, der Estrich unter den Fliesen des Aufenthaltsraums der Schützen ist getrocknet worden. In Mitleidenschaft gezogene Wände wurden neu gestrichen. Dasselbe geschah im Lagerraum der Theatergruppe. Momentan wird das Parkett im Gesellschaftsraum nach erfolgter Trocknung abgeschliffen.

Es hätte alles noch schlimmer kommen können. Der Unterbau des Schwingbodens einschließlich der Dämmung habe sich mit Wasser vollgesogen, berichtet Plätzer. Die große Frage war, ob sich trotz der Trocknung dort Schimmel bilden würde. Vor ein paar Wochen hat der eingeschaltete Biologe Entwarnung gegeben. Vorsorglich wurde der Bereich zwei Mal mit Fungiziden eingesprüht. Die Vereine hätten wegen des Ausfalls von Trainingszeiten viel Verständnis gezeigt.

Damit es nicht noch einmal zu einem solchen Wasserschaden kommen kann, hat die Gemeinde hinter dem Hausanschluss ein steuerbares Aqua-Stopp-Ventil einbauen lassen. Auch bei anderen gemeindlichen Einrichtungen in Schauenburg prüfe man, ob ein Einbau sinnvoll ist, sagt Plätzer. Mit dem Aqua-Stopp-System kann man steuern, dass zu bestimmten Zeiten nur begrenzte Wassermengen gezapft werden können. Billig ist das aber nicht. Pro Ventil kostet es etwa 2000 Euro.

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