Ausmaß des Wasserschadens im Dorfgemeinschaftshaus Martinhagen noch offen

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Wasserschaden mit Folgen: Saal des Dorfgemeinschaftshaus Martinhagen geschlossen

Schauenburg. Ein geplatztes Wasser-Eckventil in der Küche des Dorfgemeinschaftshauses Martinhagen hat fatale Folgen: Der auch als Turnhalle genutzten Saal steht unter Wasser.

Die Theatergruppe „Thema 90“ musste ihre für November geplanten Aufführungen der Kriminalkomödie „Ein genialer Plan“ kurzfristig absagen. Stark betroffen ist auch die Tischtennisabteilung des TSV Martinhagen. Sie bangt um ihren Klassenerhalt. Wann die Halle wieder benutzbar sein wird, ist derzeit noch offen. Einziger Trost: Die Schäden werden laut Bürgermeister Michael Plätzer (SPD) von einer Versicherung abgedeckt.

Man habe sofort eine Trocknungsfirma eingeschaltet, sagt der Verwaltungschef. Diese versucht nun schon seit Längerem, den Schwingboden der Turnhalle zu retten. Es wurden Löcher durch den Linoleumboden gebohrt und Schläuche in die Dämmung und Unterkonstruktion geschoben. Trocknungsgeräte laufen ununterbrochen. Vier Wochen würden diese Arbeiten noch fortgesetzt. Erst danach stehe der Umfang des Schadens fest, sagt Plätzer. Im günstigsten Fall müsse nur der Linoleumboden ausgetauscht werden. Dann könne die Halle wahrscheinlich schon zum Ende des Jahres wieder benutzt werden. Wenn sich jedoch Schimmel im Untergrund gebildet haben sollte, müsste alles herausgerissen werden. Vorsorglich hat der Verwaltungschef einen Mikrobiologen eingeschaltet, der die Halle sofort sperren ließ. Sein Urteil am Ende der Trocknung ist dann entscheidend. Die Kosten für die Sanierung habe man noch nicht kalkuliert, sagt Plätzer.

„Wir waren unter Schockstarre“, so beschreibt Anita Pfaff vom Vorstand der Theatergruppe die Gefühlslage der Mimen, als sie plötzlich vor verschlossener Halle standen. Die Requisiten hätten zum Glück schon auf der erhöhten Bühne gestanden und seien heil geblieben, sagt Holger Philippi, der Vorstandschef der Theatergruppe. Doch die bereits verkauften Karten musste „Thema 90“ zurücknehmen, Flyer und Plakate wurden umsonst gedruckt. Einen Umzug mit der ganzen Bühnenausstattung in ein anderes Dorf könne der kleine Verein nicht stemmen, sagt Philippi. Noch heute erhalte sie vereinzelt Anrufe von Interessenten aus der Region, die das Theaterstück sehen wollten. Philippi will den Schaden auflisten.

Während andere Gruppen im nicht betroffenen, alten Teil des DGH zusammenrücken, gibt es für die Mimen und die Tischtennisspieler keine Alternative. In der Schauenburg-Halle und im Elgerhaus seien alle Termine ausgebucht, sagt Abteilungsleiter Jörn Fitschen. Falls die Halle bis ins nächste Jahr unbenutzbar sei, fürchtet er um den Erhalt der Klasse, in die Martinhagen gerade aufgestiegen ist. „Das wäre eine Katastrophe“, sagt er. Es stünden nächstes Jahr viele Heimspiele an. Diesen Vorteil brauche man dringend. „Thema 90“ will die ausgefallene Komödie nächsten Herbst auf die Bühne bringen.

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