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Ehemaliges Hotel in Elmshagen: Flüchtlinge bald im Tannenhof

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Von: Sven Kühling

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Schauenburg. Der Tannenhof in Schauenburg-Elmshagen wird Unterkunft für Flüchtlinge.

Möglicherweise schon am kommenden Mittwoch sollen die ersten von zunächst 25 Asylbewerbern in der ehemaligen Hotelanlage im kleinsten Schauenburger Ortsteil eintreffen.

Das erläuterten Bürgermeisterin Ursula Gimmler (CDU) in der jüngsten Gemeindevertretersitzung in Hoof sowie Landkreissprecher Harald Kühlborn auf Anfrage.

Untergebracht werden die Asylbewerber beispielsweise aus Syrien, Eritrea, Somalia und Afghanistan in einem an das ehemalige Hauptgebäude angrenzenden Bettenhaus. „Dies ist in einem guten Zustand, sodass die Flüchtlinge dort sofort einziehen können“, erläuterte Kühlborn.

Möglicherweise wird auch das frühere Haupthaus vom Landkreis auf Vordermann gebracht. Dann könnten weitere 25 Asylbewerber dort leben. Laut Kühlborn hat der Landkreis Kassel bislang insgesamt 1200 Bewerber aufgenommen. 19 Gemeinschaftsunterkünfte gibt es in den Kommunen des Kreises. Viele Asylsuchende leben auch in ganz normalen Wohnungen in Städten und Gemeinden. Der Tannenhof werde auch von einer Privatperson mit ganz normalen Mietverträgen angemietet, erläutert Kühlborn.

Kreis und Gemeinde Schauenburg äußerten sich zuversichtlich, dass die in ihren Heimatländern verfolgten Menschen in Elmshagen gut aufgenommen werden. „Wir haben viele positive Rückmeldungen bekommen“, so der Landkreissprecher. Gestern Abend fand eine Bürgerversammlung im Gemeinschaftshaus zum Thema statt.

Auch Ursula Gimmler warb im Gemeindeparlament für ein gutes Miteinander von Flüchtlingen und Schauenburgern. „Andere Kommunen schultern das schon länger. Das schaffen wir in Schauenburg auch“, sagte sie. Die Aufnahme der Flüchtlinge sei eine Aufgabe aller Ortsteile und nicht nur von Elmshagen.

Gimmler und Landrat Uwe Schmidt (SPD) hoben die Arbeit von Unterstützerkreisen für die Flüchtlinge hervor. „Es gibt Gott sei Dank ganz viele Menschen im Landkreis Kassel, die sich in Unterstützerkreisen engagieren“, betonte Schmidt.

Von Geld- über Sachspenden bis hin etwa zum Deutschunterricht könnte die Hilfe der Menschen reichen, sagte Gimmler. „Darum möchte ich Sie ganz herzlich bitten.“

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