Bienen, Bäume und Eisbären retten

Fast 4000 Besucher beim Schützen- und Heimatfest der Sterbekasse in Elgershausen

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In Demo-Stärke unterwegs: Die SG Schauenburg zeigte mit allen Generationen ihre Geschlossenheit und warb für Toleranz und Vielfalt. Zahlreiche Zuschauer verfolgten den Festzug des traditionellen Schützen- und Heimatfestes in Elgershausen.

Beim Festumzug des Schützen- und Heimatfests am Pfingstsonntag stand der Klimaschutz Pate bei den Motiven von Festwagen und Gruppen.

Da soll mal einer sagen, die Elgershäuser wären nicht auf der Höhe der Zeit. Der Festzug, einer der größten in Nordhessen, bot wie gewohnt prächtig-bunte Bilder, Partystimmung und beschwingte Live-Musik für die etliche Kapellen und Musikzüge verantwortlich zeigten. Augenscheinlich säumten Tausende die Straßen, als sich der Zug mit 30 Festwagen und Gruppen durch das Dorf schlängelte.

Die Tennisspieler der TG Schauenburg hatten sich als Bienen und andere Insekten verkleidet, „flatterten“ beschwingt am Publikum vorbei, um auf das Bienensterben aufmerksam zu machen. Die Waldjugend „Spechte“ machte mit einem kapitalen, kranken Nadelbaum auf das Waldsterben aufmerksam. Die Freizeitgruppe „Fibak“ schließlich zog auf einem riesigen „Eisberg“ durchs Dorf, um auf die Bedrohung der Eisbären und Pinguine durch den Klimawandel aufmerksam zu machen.

In Demo-Stärke unterwegs: Die SG Schauenburg zeigte mit allen Generationen ihre Geschlossenheit und warb für Toleranz und Vielfalt. Zahlreiche Zuschauer verfolgten den Festzug des traditionellen Schützen- und Heimatfestes in Elgershausen.

Die „Bach Jungs und Mädchen“, eine Gemeinschaft von Bewohnern der Langen Baunastraße , die beim Festumzug im vergangenen Jahr mit einem riesigen „Dinosaurier“ für Furore gesorgt hatten, machten es diesmal eine Nummer kleiner. Sie liefen als wandelnde Videospiele im Zug mit und zeigten, dass die digitale Spielewelt auch ihre Tücken hat. Seit Januar hätten die Mitglieder der Straßengemeinschaft an Kostümen und Bauten in einer kaum beheizten Scheune gearbeitet, sagte das „Bach Mädchen“ Inge Schwaiger zur aufwendigen Vorbereitung.

Wer nach Reitern und Pferden im Festzug suchte, wurde enttäuscht. Diese dürfen erst einmal nicht mehr dabei sein, nachdem beim Festumzug 2018 – wohl wegen der Gluthitze – ein Pferde in Stress geraten war und weggebracht werden musste. „Ich finde das in Ordnung. Der Festumzug bedeutet für die Tiere eine große Anstrengung, die sie nicht gewohnt sind“, meinte Irene Wöllenstein, die mit ihrem Mann Holger seit Jahrzehnten zuschaut.

Treue Fans des Straßenumzugs: Daniela Kümmel (von links), Karl und Brigitte Neumeier, Achim Kümmel, Irene und Holger Wöllenstein vertrieben sich die Wartezeit mit einer lockeren Unterhaltung und einem kühlen „Blonden“.

Wie immer hatte der Förderverein der Leichenbrüderschaft, einer vor fast 400 Jahren gegründeten Sterbekasse in Elgerhausen, das Schützen- und Heimatfest organisiert. Vorsitzender Sven Wille zog eine glänzende Bilanz. Allein am Samstag und Sonntag hätten insgesamt fast 4000 Besucher im Festzelt und auf dem Festplatz gefeiert, 400 mehr als im Vorjahr.

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