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Mehr Schutz vor Lärm und Abgasen: Schauenburg will Probleme mit neuem Verkehrskonzept in den Griff kriegen

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Von: Sven Kühling

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Hier wird es oft eng: Die Korbacher Straße in Elgershausen beispielsweise bietet im Ortskern nicht viel Raum für alle Verkehrsteilnehmer. Eine Verkehrsrahmenplanung soll für eine Verbesserung der Situation sorgen.
Hier wird es oft eng: Die Korbacher Straße in Elgershausen beispielsweise bietet im Ortskern nicht viel Raum für alle Verkehrsteilnehmer. Eine Verkehrsrahmenplanung soll für eine Verbesserung der Situation sorgen. © Sven Kühling

Nahezu alle Schauenburger Ortsteile sind stark vom Autoverkehr belastet. Ein neues Verkehrskonzept soll Abhilfe schaffen.

Schauenburg – Fast alle Schauenburger Ortsteile sind stark vom Autoverkehr belastet. Insbesondere entlang der Korbacher Straße ergeben sich in vielen Abschnitten Probleme. Abhilfe von zu hoher Lärm- und Abgasbelastung soll eine Verkehrsrahmenplanung bringen. Einstimmig hat das Gemeindeparlament kürzlich dem ersten Schritt zur Erarbeitung eines solchen Konzeptes zugestimmt. Eingebracht wurde der Antrag von allen Fraktionen gemeinsam.

Bürgermeister Michael Plätzer (SPD) nennt auf Anfrage einige Bereiche, in denen es Handlungsbedarf gibt. So schlängele sich die Korbascher Straße in den Ortsteilen Elgershausen und Hoof sehr eng durch die Ortskerne. In Breitenbach und Martinhagen hingegen sei die Straße dann wieder sehr breit. Das verleite viele wiederum zum Rasen. „Da haben wir dann eher die Themen Lärm und Tempo“, sagt der Bürgermeister.

Ortsbeiräte werden nach Problempunkten befragt: Verkehrskonzept wird ausgearbeitet

Zunächst sollen die Ortsbeiräte in den fünf Schauenburger Ortsteilen nach den Problempunkten befragt werden, erläutern Plätzer und Büroleiterin Susanne Reuting. Daraus ergebe sich letztendlich die Zielsetzung für das neue Verkehrskonzept. Die Vorschläge sollen schließlich von einem freien Planungsbüro in das neue Papier eingearbeitet werden. Auch die Verkehrsbehörden sollen an dem Prozess beteiligt werden.

Das ist aber nach Einschätzung der Rathausmitarbeiter gerade im Fall Korbacher Straße nicht so einfach. Schließlich sei diese in Abschnitten kommunale Straße, Kreisstraße oder gar Landesstraße. „Da kann dann die Kommune nicht überall alleine entscheiden“, sagt Plätzer. Ebenfalls mit in die Gesamtbewertung zur Verkehrsbelastung der Kommune sollen die Auswirkungen durch die Autobahn 44 mit einfließen.

Auswirkungen durch die Autobahn A 44: Belastung in den Ortsteilen wird errechnet

Jüngst habe das Regierungspräsidium die Lärmkartierung für einen neuen Lärmaktionsplan vorgestellt, berichtet Plätzer. Dafür wurde die Belastung entlang der A 44 in den Ortsteilen errechnet.

An dem Prozess der Lärmaktionplanung soll in einem nächsten Schritt die Öffentlichkeit beteiligt werden. Deshalb, so Reuting, werde die Lärmaktionsplanung des Landes gemeinsam mit dem kommunalen Verkehrsrahmenkonzept in den Ortsbeiräten diskutiert.

Ergebnisse werden vom Land ausgewertet

Die Ergebnisse werden dann durch das Land ausgewertet und kommen im Entwurf eines Lärmaktionsplanes in die Kommune zurück. „Die wesentliche Aufgabe der Lärmaktionplanung ist es, anhand der Lärmkartierung eine Bewertung der Lärmsituation vorzunehmen und Lärmminderungs-Maßnahmen zu formulieren“, heißt es dazu seitens des RP.

Der Beschluss aus dem Gemeindeparlament zur Verkehrsrahmenplanung sieht neben der Beteiligung der Ortsbeiräte auch die Erstellung eines Kostenvoranschlages vor. Über eine Vergabe an ein Planungsbüro soll dann letztendlich wieder die Gemeindevertretung entscheiden. (Sven Kühling)

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