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Aufbauarbeiten für das Muuuhnlight-Festival in Schauenburg laufen

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Von: Sascha Hoffmann

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Monatelange Vorbereitungen haben sich gelohnt. Festivalmacher Dirk Neurath ist zufrieden mit dem Partyareal, auf dem am Freitag und Samstag kräftig gefeiert wird.
Monatelange Vorbereitungen haben sich gelohnt. Festivalmacher Dirk Neurath ist zufrieden mit dem Partyareal, auf dem am Freitag und Samstag kräftig gefeiert wird. © Sascha Hoffmann

Am Wochenende 22. und 23. Juli steigt in Schauenburg das Muuuhnlight-Festival. Die Vorbereitungen dafür laufen auf Hochtouren.

Schauenburg – Anette Sievering-Hund scheint ein ganz schön geduldiger Mensch zu sein. Seit Stunden schon sitzt sie oberhalb von Hoof im Feld und wickelt Lichterketten auf. „Es soll ja am Wochenende ordentlich leuchten“, sagt die 70-Jährige und lächelt, während ihr Mann Franz-Josef auf dem kleinen Traktor umhersaust und den gerade angelieferten Sand verteilt.

Tochter Julia Hund ist froh, dass die beiden mit anpacken. „Sie schlafen sogar hier auf dem Gelände im Wohnwagen, um im Helferteam ganz vorn dabei zu sein“, sagt sie und macht es sich neben der Mama gemütlich, um die Rückseiten der übrig gebliebenen Veranstaltungsplakate in To-do-Listen zu verwandeln. „Es ist noch so unglaublich viel zu tun“, mahnt sie an und ist froh, dass so viele Menschen bei den Vorbereitungen zur großen Partysause helfen.

Am Wochenende steigen die Partys „Luna“ und „Muuuhnlight“ mit insgesamt 30 DJs, und dafür will noch allerhand vorbereitet werden. Hund schreibt auf, woran sie und ihr Freund Dirk Neurath noch denken müssen: die bestellten Feuerlöscher abholen, Einsatzpläne schreiben, Ticketbestellungen bearbeiten. „Uns wird so schnell nicht langweilig“, sagt Neurath, der das Festivaldoppel zum vierten Mal veranstaltet und dafür seinen inmitten von Feldern gelegenen Garten in eine spektakuläre Feierlocation verwandelt – jede Menge Chillout-Areas und drei Dancefloors inklusive.

Das und die Tatsache, mit Felix Kröcher, den Disco Boys, Bebetta, Dominik Eulberg und vielen mehr einige der bundesweit angesagtesten DJs am Start zu haben, reicht aber nicht aus, um schon im vierten Jahr zu den spektakulärsten Festivals der Szene zu zählen. Es ist die Liebe zum Detail, die Luna und Muuuhnlight so besonders macht. Da stehen überdimensionale, kunterbunte Pilze im frisch verteilten Sand, baumeln schillernde Glaskunstwerke im Licht und führt ein kunstvoll gefertigter Torbogen aufs Partyareal, das mit zehntausenden Lichtern schon bald beinahe magisch leuchten soll.

Spätestens jetzt versteht jeder, warum Neuraths Open-Air-Wohnzimmer von vielen liebevoll Zaubergarten genannt wird. Ein riesiges Schiff dient als Tanzfläche, Palettensofas laden zum Chillen ein, und über allem geht am Wochenende ein riesiger Mond auf.

„Ich freue mich jeden Tag aufs Neue, dass wir mittlerweile eine eingeschworene Gemeinschaft sind, die das Ganze hier zusammen wuppen, auch die umliegenden Landwirte sind einfach unglaublich“, sagt der 50-Jährige und lächelt selig mit Blick aufs Festivalgelände, das stündlich an Form zunimmt. „Je ausgefallener, desto besser“, fasst der Schauenburger sein Konzept zusammen, das am Freitag ab 19 Uhr und Samstag ab 16 Uhr mehrere tausend Hip-Hop-, 90er- und Elektro-Fans anlocken soll.

Spätestens dann hat sich auch Anette Sievering-Hunds Geduld bezahlt gemacht, wenn die Lichterketten leuchten und die 70-Jährige es sich selbst nicht nehmen lässt, durch die zwei hoffentlich lauen Sommernächte zu tanzen. (Sascha Hoffmann)

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