Weihnachtsbäume zum selber Schlagen

Anbieter aus Schauenburg achtet auf Nachhaltigkeit

Legen Wert auf Nachhaltigkeit: Wolfgang Richter (links) und sein Mitarbeiter Philipp Tewes aus Schauenburg. Auf seiner Kultur oberhalb von Elgershausen und Hoof bietet der 68-Jährige am Samstag wieder Weihnachtsbäume zum selber Schlagen an.
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Legen Wert auf Nachhaltigkeit: Wolfgang Richter (links) und sein Mitarbeiter Philipp Tewes aus Schauenburg. Auf seiner Kultur oberhalb von Elgershausen und Hoof bietet der 68-Jährige am Samstag wieder Weihnachtsbäume zum selber Schlagen an.

Wenn am Heiligen Abend die Weihnachtsbäume in den Häusern in festlichem Glanz erstrahlen, dann haben sie zum Teil schon eine lange Zeit der Pflege und des Kümmerns hinter sich. Zumindest betont das Wolfgang Richter aus Schauenburg. Der 68-jährige Pensionär schreibt sich nämlich eine nachhaltige Zucht in seinen Kulturen auf die Fahne.

Schauenburg – Schon mit dem Absägen der Bäume auf seinem knapp einen Hektar großen Gelände oberhalb von Hoof und Elgershausen, unterhalb der A 44, beginnt für Wolfgang Richter die Nachhaltigkeit. „An jeder dieser Stellen pflanzen wir direkt einen neuen Baum“, sagt der Martinhagener.

Ein Baum habe eine Wachstumsphase von acht bis zehn Jahren, so der Experte. Eine Weihnachtsbaumkultur von einem Hektar produziere während dieser Zeitspanne 100 Tonnen Sauerstoff, sagt Richter, gleichzeitig filterten die Pflanzen 150 Tonnen CO2 aus der Luft heraus. „Das hat eine Studie aus Kanada ergeben.“

Drei Arten von Bäumen bietet der Martinhagener gemeinsam mit seinem Mitarbeiter Philipp Tewes am Samstag vor dem dritten Advent zum selber Schlagen an: Nordmann-Tannen, Nobilis-Tannen und Blaufichten.

Manche Blaufichte schimmert gut sichtbar mit ihrem bläulichen Gewand durch die Kultur. Manche kommt auch ganz einfach grünlich daher. Das hinge mit der Bodenbeschaffenheit zusammen, sagt Richter. Ideal sei für die Blaufichte ein Kalkmergelboden. „Die Nordmanntanne braucht hingegen einen sandigen Boden.“

Während die Blaufichte wegen ihrer piksenden Nadeln auch „Stechfichte“ genannt wird, wirkt die Nobilis mit ihren Zweigen eher ein bisschen knubbelig. Die Äste der Nobilis, sagt Richter, werden meist als Dekoration in der Adventszeit verwendet. Diese Edeltanne nadele nicht mehr und könne auch bei Zimmertemperatur durchhalten. Am beliebtesten bei den Käufern sei aber weiterhin die Nordmanntanne. „Die wird zu 80 Prozent gekauft.“

Philipp Tewes erinnert an die lange Pflegezeit in den Kulturen von März bis Oktober. Im Frühjahr, so ergänzt Wolfgang Richter werde die Fläche dann mit Shropshire-Schafen beweidet. Das sei umweltschonend. „Wir spritzen unsere Bäume nicht“, betont er.

Wolfgang Richter züchtet auch noch Bäume bei Uslar und Warburg-Scherfede. Seinen Verkauf öffnet Richter am kommenden Samstag, 11. Dezember, von 10 bis 16 Uhr. Außerdem bietet er wieder einen Verkauf auf dem Gutshof Kieckebusch in Schauenburg-Hoof werktags von 9.30 bis 18 Uhr an.

Auf seinem Betriebsgelände in Martinhagen, Korbacher Straße 652, ist der Verkauf geöffnet werktags von 13 bis 18 Uhr und samstags von 9 bis 18 Uhr. (Sven Kühling)

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