Sie liebt die Swinging Sixties

Autorin Rebekka Knoll präsentiert ihren Roman „Blaue Nächte“ im Savoy

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Autorin Rebekka Knoll liest im Savoy in Elgershausen, dem früheren Kettelclub, und stellt ihr neues Buch "Blaue Nächte" vor.

Autorin und Journalistin Rebekka Knoll möchte das Publikum in die Swinging Sixties entführen, wenn sie am 17. Januar im Savoy in Elgershausen ihren Roman „Blaue Nächte“ präsentiert.

Das Kleid, das sich Rebekka Knoll für ihre Buchpräsentation am 17. Januar (19.30 Uhr) im Savoy in Elgershausen von einer Freundin schneidern lässt, ist blau. Es soll dabei helfen, das Publikum in die 60er-Jahre zu entführen – genauer gesagt: in blaue Nächte der Swinging Sixties. „Blaue Nächte“ – so heißt nämlich der neue Roman der Autorin und Journalistin aus Edermünde.

Es geht um fliegende Mini-Röcke und wirbelnde Mädchenhaare, um wild tanzende Paare und den Beat, der Ausdruck des Lebensgefühls einer ganzen Generation war. Die Liebesgeschichte von Lotte und Emil spielt in einem Tanzlokal mit dem Namen „Blue Nights“. „Vorbild“, so sagt Rebekka Knoll, „war der Kettelclub in Elgershausen.“ Bei den Recherchen für ihren Roman sei sie auf den bekannten Beatclub bei Kassel gestoßen.

Magische Anziehungskraft der Tanzlokale

Überhaupt üben Tanzlokale auf die 31-jährige Haldorferin eine magische Anziehungskraft aus. „Man kann spüren, dass da viel passiert ist“, sagt sie. Partylaune und Euphorie schlagen dort schnell um in Zoff und Streit. „Da sind die Extreme zuhause. Das finde ich spannend.“

Nach Jugendbüchern habe sie „Lust auf Liebe“ gehabt, sagt die Autorin zu ihrer Geschichte über Emil und Lotte, die sich nach Jahrzehnten in ihrem Tanzlokal, dem „Blue Nights“, wiedertreffen wollen. Gelingt das? Gibt es die gleiche Liebe noch nach 50 Jahren? „Vielleicht wartet man auf etwas, was es gar nicht mehr gibt.“

Großer Wunsch im ehemaligen Kettelclub Premiere zu feiern

Rebekka Knoll hat vor dem Schreiben der ersten Zeile mit Menschen gesprochen, die den Kettelclub noch besucht haben. „Ich habe mir viele Fotos angesehen.“ 

Interviewt habe sie beispielsweise Arno Dittrich, den Schlagzeuger der Petards, die oft im Kettelclub spielten und zwischenzeitlich in den Charts vor den Beatles rangierten. „Es war ein großer Wunsch von mir, dass ich die Premiere da feiere.“ Ein bisschen was habe sie von Milena, der späteren Junior-Chefin des „Blue Nights“, räumt die Autorin im Gespräch ein.

Kann nicht ohne Technik leben

Nur Milena sei ein bisschen altmodisch, verzichte beispielsweise weitgehend auf das Internet und das Smartphone. Schon als Online-Redakteurin bei der HNA sei sie aber täglich mit dem Netz in Berührung gewesen, erläutert Rebekka Knoll. Zwar wünsche sie sich manchmal eine Welt ohne Internet wie bei Milena, aber ohne diese Technik leben, das könne sie nicht.

Ausgleich zum Job: Thai-Boxen

Als Ausgleich für ihren heutigen Job als Redakteurin in der Marketingabteilung der Kasseler Firma Hübner geht Rebekka Knoll zwei- bis dreimal in der Woche zum Thai-Boxen. „Das hilft, um runterzukommen“, sagt sie.

Zurück zu den Sixties. Mit dieser Zeit, sagt Knoll, verbinde sie die Hoffnung, „dass die Welt einem letztendlich etwas Gutes tut und sich alles wieder einrenkt“. Eine Hoffnung, die auch Lotte und Emil antreibt.

Info:Das Buch „Blaue Nächte“, erscheint heute im Penguin Verlag, 336 Seiten, Paperback 15 Euro.

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