Weihnachten im buddhistischen Zentrum mit Tee und Geschenken

Buddhismus und Weihnachten - in Schauenburg haben Mönche eine Verbindung gefunden

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Meditieren mehrmals in der Woche: Phra Pati Phan Thongchan (links) und Phra Sunut Phiopan.

Im Buddhismus hat das Weihnachtsfest keine wesentliche Bedeutung. Trotzdem bekommen Buddhisten, die in Deutschland leben, viel von den Traditionen in der Adventszeit mit. 

An Weihnachten feiern die Christen eines der wichtigsten Feste ihres Glaubens: Die Geburt Jesu Christi. Im Buddhismus allerdings hat das Weihnachtsfest keine wesentliche Bedeutung. 

Nichtsdestotrotz bekommen Buddhisten, die in Deutschland leben, viel von den Traditionen in der Adventszeit mit. Das berichten die Mönche Phra Pati Phan Thongchan und Phra Sunut Phiopan vom buddhistischen Verein Wat Pa Asiyano im Schauenburg-Martinhagen.

Es gibt eine Verbindung zwischen dem Buddhismus und dem Weihnachtsfest

Weihnachten ist das Fest der Liebe, was sich in der Tradition zeigt, Geschenke zu verteilen. Dieses Geben aus freiem Herzen sei einer der Ausdrücke der buddhistischen Lebenshaltung. 

Im buddhistischen Zentrum gibt es Tee und auch Geschenke zu Weihnachten

Thongchan erzählt, dass auch im buddhistischen Verein in Martinhagen an Weihnachten gemeinsam Tee getrunken wird und dass es Geschenke gibt. Im Buddhismus sei allerdings weniger der materielle Wert eines Geschenks von Bedeutung – es gehe vielmehr um den Akt des Gebens. „Ich bete täglich in Hingabe an Jesus und zünde eine Kerze an für Gott“, sagt Thongchan, der aus Thailand stammt und seit rund zehn Jahren in Deutschland lebt.

Das sind wichtige Feiertage im Buddhismus

  • Im Buddhismus ist der wichtigste Feiertag Visakha Puja, auchVesakhfest genannt, berichtet er. Es erinnert an die Geburt, die Erleuchtung und das vollkommene Verlöschen von Buddha. Der Feiertag werde Ende Mai beziehungsweise Anfang Juni gefeiert, immer bei Vollmond. 
  • Ein weiterer wichtiger buddhistischer Feiertag ist laut Thongchan Magha Puja – ein Feiertag der Theravada-Buddhisten Thailands, Laos’, Sri Lankas, Myanmars und Kambodschas. Der Tag soll an eine spontane Versammlung von 1250 Schülern des Buddha erinnern, die sich trafen, um Buddha predigen zu hören. Das Fest fällt immer auf den Vollmondtag des dritten Mondmonats im traditionellen thailändischen Kalender, wird also Ende Februar oder Anfang März begangen.
  • Auch Uposatha gilt als wichtiger Feiertag – an ihm wird unter anderem die innere Einkehr und die Erneuerung der Dharma-Praxis begangen.

Feiertage werden im Buddhismus mit einer Puja begangen - ähnlich der christlichen Andacht

Feste wie Vesakh werden in Form einer sogenannten Puja begangen, die der Andacht im Christentum ähnelt, und es gibt große Straßenumzüge. Zum Vesakhfest wird laut Thongchan meditiert, es gibt viel Blumenschmuck an den Häusern und Kerzen werden angezündet. Außerdem gehe man gemeinsam in den Tempel, die Kirche der Buddhisten. Der Obermönch trage an dem Tag „Dharma“, also die Lehre Buddhas vor sowie seine Lebensgeschichte.

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