1. Startseite
  2. Lokales
  3. Kreis Kassel
  4. Schauenburg

Schauenburger Haushalt mit Minus von 700 000 Euro – Steuern bleiben im kommenden Jahr gleich

Erstellt:

Von: Sven Kühling

Kommentare

Bereits in Betrieb: Der Anbau an die Kita Hirzsteinzwerge in Elgershausen. Hier haben vier neue Gruppen Platz.
Bereits in Betrieb: Der Anbau an die Kita Hirzsteinzwerge in Elgershausen. Hier haben vier neue Gruppen Platz. © Sven Kühling

Die Krisen des Jahres 2022 machen auch vor dem Schauenburger Haushalt nicht Halt. Doch das Minus von 700 000 Euro könne aus den Rücklagen getilgt werden.

Schauenburg – Krieg in der Ukraine, Energieknappheit und Corona – die Krisen in der Welt wirken sich bereits auf den Schauenburger Haushalt aus. Bürgermeister Michael Plätzer (SPD) präsentierte am Donnerstag im Elgerhaus die Planzahlen für das Jahr 2023. Der Etat schließt mit einem Defizit von 700 000 Euro ab. Auch für Jahre bis 2026 plant das Rathaus mit Fehlbeträgen.

Die gute Nachricht Plätzers: Die Gemeinde kann die Defizite mit Geld aus der Rücklage ausgleichen. „Ein Haushaltssicherungskonzept ist daher nicht erforderlich“, sagte er. Das Wichtigste daran sei, „dass so auch die Hebesätze für die Realsteuern und der Höchstbetrag der Kassenkredite im Haushalt trotz der deutlichen Wirtschaftskrise für die Bürger in Schauenburg stabil gehalten werden können“.

Kitas

Auch im Haushalt 2023 sei die Situation der Kindertagesstätten prägend, sagte Plätzer. Neue Kita-Gruppen, wie jüngst im Anbau an das Haus Hirzsteinzwerge, seien erfreulich „und sprechen für die Gemeinde Schauenburg als ein begehrter Wohnort“. Plätzer erklärte die Entwicklung anhand des Zuschussbedarfs: So gab es 2009 lediglich ein Defizit bei den Kitas von minus 725 000 Euro, für 2023 plant das Rathaus mit minus 3,5 Millionen Euro.

Und: Bis 2026 soll sogar eine weitere neue Kita gebaut werden, Kosten von 2,6 Millionen Euro sind im Hauhalt eingestellt.

Ausgaben

Bei den Ausgaben stehen an erster Stelle die Personalkosten mit 9,5 Millionen Euro. Außerdem sind im Etat enthalten 8,8 Millionen für Steuern und Umlagen sowie 3,8 Millionen Euro für Sach- und Dienstleistungen.

Laut Plätzer rechnet die Kämmerei mit einer Erhöhung bei den Umlagen (Kreis- und Schulumlage) von rund einer Million Euro.

Steuern und Gebühren

Die Hebesätze bei Grundsteuer und Gewerbesteuer bleiben laut Plätzer im kommenden Jahr stabil. „Nach kurzem Einbruch 2021 entwickelt sich die Gewerbesteuer weiterhin recht positiv“, sagte er.

Bei allen anderen Gebühren, so kündigte der Bürgermeister an, müsse sich die Gemeinde „im Sinne der Gebührengerechtigkeit“ sukzessive beschäftigen. „Allein durch die natürlichen Inflationsraten entsprechen die aktuellen Gebühren nicht mehr den realen Gegebenheiten.“

Investitionen

Das sind einige der Investitionen für 2023: Verbesserung der EDV im Rathaus 135 000 Euro, Brand und Katastrophenschutz der Feuerwehr 95 000 Euro, 70 000 für die Erneuerung der Lautsprecheranlagen auf den Friedhöfen, 700 000 Euro für einen Wasserhochbehälter bei Hoof. Außerdem soll eine weitere mobile Skateranlage angeschafft und für 95 000 Euro ein Sportkonzept für die Gemeinde erarbeitet werden.

Am 26. Januar wird über den Haushaltsplan im Parlament beraten.

Auch interessant

Kommentare