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Weiteres Quartier für Elgershausen

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Von: Daniel Göbel

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In Schauenburg-Elgershausen wird ein neues Siedlungsgebiet geplant: Mit dem Neubaugebiet „Hinterm Kirchhof“ will die Gemeinde Schauenburg neue Wege gehen, um die Entwicklung der Kommune weiter fortzuführen. archi
In Schauenburg-Elgershausen wird ein neues Siedlungsgebiet geplant: Mit dem Neubaugebiet „Hinterm Kirchhof“ will die Gemeinde Schauenburg neue Wege gehen, um die Entwicklung der Kommune weiter fortzuführen. © PRIVAT

Im Schauenburger Ortsteil Elgershausen soll ein neues Wohnquartier entstehen.

Schauenburg – Um die Bürger in den Planungsprozess einzubeziehen, hatte der Gemeindevorstand das geplante Neubaugebiet „Hinterm Kirchhof“ am Mittwochabend während einer Informationsveranstaltung im Elgerhaus vorgestellt, der gut 100 Bürger gefolgt sind, um sich über das Vorhaben schlauzumachen. Dazu Fragen und Antworten:

Um was geht es bei dem Neubaugebiet?

Nach einer Prognose des Instituts Wohnen und Umwelt wurde für das Gebiet des Zweckverbands Raum Kassel (ZRK) bis zum Jahr 2030 ein Bedarf von rund 22 000 neuen Wohnungen berechnet. Zur Deckung des Mehrbedarfs müssen ergänzend zu den innerörtlichen Potenzialflächen auch neue Gebiete erschlossen werden. Bei der von 2017 bis 2018 von der Gemeinde Schauenburg durchgeführten Baulandprüfung wurden für den Mehrbedarf der Gemeinde mehrere Flächen in den unterschiedlichen Gemeindeteilen identifiziert. Vor dem Hintergrund der günstigen verkehrlichen Anbindung und Lage wurden die Flächen „Hinterm Kirchhof“ priorisiert.

Was soll in dem Quartier entstehen?

Entstehen soll ein Wohngebiet mit fußläufiger Erreichbarkeit der Nahversorgung. Eine Mischung aus Geschosswohnungsbau, frei stehenden Einfamilienhäusern, Doppelhäusern und Reihenhäusern sowie geförderter Wohnungsbau seien die Merkmale des neuen Quartieres. Ein Quartiertreff sowie ein möglicher Kita-Standort bilden eine neue Quartiersmitte in direkter Nähe zum Ortskern. Ein Mischgebiet soll dabei als Puffer zwischen Gewerbegebiet und einem reinen Wohngebiet dienen.

Was ist ein Rahmenplan und welche Ziele werden mit ihm verfolgt?

Der Rahmenplan bildet die Grundlage für die anschließend zu entwickelnden Bebauungspläne. Er ist ein Planungswerkzeug ohne verbindliche Festsetzungen, wie es bei Bebauungsplänen der Fall ist. Im Prozess werden die allgemeinen Rahmenbedingungen und Potenziale analysiert und in verschiedenen Konzepten die unterschiedlichen Möglichkeiten diskutiert.

Wie ist der Ablauf des Projekts geplant?

Der Rahmenplan wird in zwei Phasen entwickelt. In einer ersten Phase wird nach einer städtebaulichen Analyse aus verschiedenen Varianten ein Konzept erarbeitet. Dazu werden grundlegende Ziele des Rahmenplans definiert, die Antworten auf Fragen gegeben wie, wo sollen Freiräume sein, wie soll die Erschließung des Gebiets funktionieren, wo sollen Fuß- und Radwege verlaufen, wo soll geparkt werden, welche Gebäudetypologien soll es geben, wo soll ein Quartiersplatz hin? Die erste Phase wird dann durch die Gemeindevertretung beschlossen. Anschließend wird in einer zweiten Phase das Konzept vertieft und ein städtebaulicher Entwurf erarbeitet. Auch diese Phase wird im Gemeindeparlament beschlossen. Ziel sei, den Rahmenplan in der ersten Hälfte 2023 in der Gemeindevertretung beschließen zu lassen.

Ab wann soll dann gebaut werden?

Nach dem Beschluss des Rahmenplans müssen noch Bebauungspläne für die verschiedenen Bauabschnitte erarbeitet werden. Der Bebauungsplan für den 1. Bauabschnitt könnte bis Ende 2023 fertiggestellt werden. Bis dann die ersten Bagger rollen, könnte es jedoch noch ein wenig länger dauern.

Wer ist an den Planungen beteiligt?

Die Sitzungen des Arbeitskreises bilden den Kern des Rahmenplan-Prozesses. Der Arbeitskreis umfasst die Verwaltung der Gemeinde, den Bürgermeister, die Projektverantwortlichen der Hessischen Landgesellschaft sowie die Vertreter des Planungsbüros Prosa. Der Rahmenplan wird in der Lenkungsgruppe diskutiert. In regelmäßigen Abständen werden hier politische Vertreter der Fraktionen über den Planungsstand informiert. Zur Erstellung des Rahmenplans wird die Öffentlichkeit über zwei Formate beteiligt. Zum einen gibt es einen Termin, an dem alle Träger öffentlicher Belange eingeladen werden, um sich über den Planungsstand zu informieren. Zum anderen gibt es zwei Bürgerinformationen, an denen der Planstand vorgestellt wird.

Wie werden die neuen Grundstücke vermarktet?

Die Vermarktung der Grundstücke erfolgt im Anschluss durch die Hessische Landgesellschaft (HLG). Weitere Informationen und Details dazu bietet deren Homepage unter hlg.org.

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