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Schockanrufe im Kreis Kassel: Aufmerksame Mitmenschen retten Seniorinnen vor Betrug

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Von: Alia Diana Shuhaiber

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Zwei Seniorinnen sind auf Schockanrufer hereingefallen.
Zwei Seniorinnen sind auf Schockanrufer hereingefallen. © Julian Stratenschulte/dpa

Eine Welle von sogenannten Schockanrufen ist am Mittwoch wieder über die Region hereingebrochen. Glücklicherweise konnten zwei Seniorinnen aus Fuldatal und Kassel vor dem Betrug bewahrt werden.

Fuldatal/Kassel - Laut Polizei gaukeln die Täter vor, dass ein Kind oder Enkel einen schweren oder tödlichen Unfall verursacht habe. Gleichzeitig fordern die Anrufer, die sich als Polizisten, Staatsanwälte oder Richter ausgeben, von den Opfern eine hohe Kaution zur Abwendung der Haft. Wie die Polizei berichtet, schenkten die Seniorinnen den Tätern Glauben und machten sich auf den Weg zu ihrer Bank.

Eine 89-Jährige aus Fuldatal hatte sich, schockiert von der vermeintlichen Unfallnachricht, auf den Weg zu ihrer Bank gemacht, um 30 000 Euro abzuheben. Noch bevor sie dort eintraf, hatte jedoch ihr Lebensgefährte Verdacht geschöpft. Er rief die Polizei. Eine Funkstreife konnte die Frau ausfindig machen, noch bevor sie die Bank betrat.

Ähnlich trug sich auch der zweite Fall zu. Eine 84-Jährige aus Kassel wollte auf ihrer Bank nach dem Anruf 25 000 Euro, unter anderem von Sparbüchern, abheben. Dieses Mal zeigten sich zwei Bankmitarbeiter sehr aufmerksam. Die Kundenberaterin verwies die Seniorin zunächst an die kontoführende Filiale, die in einem anderen Kasseler Stadtteil liegt. Da sie bereits Verdacht schöpfte, informierte sie ihren dortigen Kollegen, der wiederum die Polizei und einen Angehörigen verständigte, wodurch der Betrug schließlich verhindert wurde.  

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