Schutzmann Markus Imke ist das Gesicht des Polizei-Reviers Ost

+
Er hat ein offenes Ohr für Bürger: Markus Imke ist hauptamtlicher Schutzmann vor Ort im Polizeirevier Kassel Ost. Er ist für die Gemeinden Helsa, Nieste, Lohfelden, Söhrewald, Niestetal, Kaufungen und Fuldabrück und für die östlichen Stadtteile von Kassel da. 

Markus Imke ist Schutzmann vor Ort für die Kommunen im Kasseler Osten und den östlichen Stadtteilen. Jetzt hat er noch mehr Zeit für die Bürger. 

Er will der Polizist sein, den die Bürger in den Gemeinden mit Namen kennen. Der, dem die Nachbarn schildern, was sie gesehen haben. Der, der auch noch länger zuhören kann, wenn die Streife wieder weiter muss: Markus Imke sieht sich als Bindeglied zwischen den Bürgern und der Polizei, als Gesicht des Reviers Ost. 

Den Job macht er seit sechs Jahren. Die Aufgaben in der Sachbearbeitung – zum Beispiel zum Thema Jugend oder Strafanzeigen – hat Imke nun abgegeben und kann sich jetzt vollzeit um sein Amt kümmern, Kontakte zu Einzelhändlern, Vereinen, Alten- und Flüchtlingsheimen suchen und pflegen.

Mit neuem Schutzmann-Konzept (wir berichteten) hat Imke seit Anfang des Jahres noch mehr Zeit für die Bürger. „Ich habe die Möglichkeit, Kontakte zu suchen, auch wenn Vorbehalte gegenüber der Polizei herrschen“, sagt Imke. Das kann er zum Beispiel bei alltäglichen Fahrten in die Gemeinden, bei denen er auch mal rechts ran gewunken wird, um mit Bürgern zu sprechen. „Ich bin nicht der Fachmann für alles, aber ich weiß, an wen ich mich wende.“

„Viele kennen mich“, sagt der 50-Jährige. Und wer ihn nicht kennt, bekommt dafür mehr Möglichkeiten: Teil des Konzepts sollen auch anlassbezogene Bürgersprechstunden sein. „Man braucht ein Gesicht, um das Sicherheitsgefühl zu stärken“, sagt Matthias Mänz, Pressesprecher der Polizei.

Neben der Bürgersprechstunde und den Fahrten in die Gemeinden ist der Schutzmann auch in Schulen und Jugendtreffs zu finden und berichtet von der Polizeiarbeit. „Gesprächsthemen sind da auch, ab wann jemand strafmündig ist“.

In Gesprächen mit Bürgern drehen sich die Themen neben Ruhestörung und Vandalismus vor allem um Einbrüche. „Die Angst davor ist da“, sagt Imke. Obwohl die Zahlen zuletzt laut Statistik zurückgegangen sind. Mit 176 Einbrüchen im Landkreis ist demnach sogar der niedrigste Wert seit Jahren erreicht worden. Trotzdem hätten Menschen ein Bedürfnis, über solche Themen zu sprechen, sagt Mänz. „Es ist wichtig, dass für sie jemand ansprechbar ist“. Deshalb sei Einfühlsvermögen und die Fähigkeit, Ruhe vermitteln zu können, im Polizeiberuf gefragt.

Der persönliche Kontakt ist dem Schutzmann sehr wichtig. Den hat Imke in den vergangenen Jahren aufbauen können und profitiere nun davon. „Es kommt auch viel Lob zurück“. Bürger zeigten auch Verständnis für die Arbeit der Polizei, wenngleich der Respekt generell gegenüber Beamten abgenommen habe, so Imke. Vielleicht liegt es auch daran, dass Imke viele gute Rückmeldungen von Bürgern bekommt, weil er ein offenes Ohr hat.

Revierleiter Karl Ludwig Lamp hatte seinen Kollegen Imke für die Position als Schutzmann schon länger im Blick. Nun schmunzelt er, wenn Imke auf Veranstaltungen der Gemeinden vor ihm begrüßt wird. Das sei ein gutes Zeichen.

Kontakt:0561 / 9 10 25 38

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.