Ausschuss bringt barrierefreies Bauprojekt auf den Weg

35 Wohnungen für Senioren sollen in Söhrewald gebaut werden

So könnte das Gebäude einmal aussehen: Ein Entwurf für das barrierearme Wohnprojekt am Schwarzebach in Söhrewald-Wellerode.
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So könnte das Gebäude einmal aussehen: Ein Entwurf für das barrierearme Wohnprojekt am Schwarzebach in Söhrewald-Wellerode.

In Söhrewald-Wellerode soll gebaut werden. Die Kommunalen Versorgungskassen Kurhessen-Waldeck wollen hier 35 barrierefreie oder barrierearme Wohnungen bauen. Für das Projekt sprachen sich jetzt auch Gemeindevertreter aus.

Söhrewald - Die gemeindeeigene Fläche in Söhrewald-Wellerode zwischen Schulstraße und Schwarzebach soll bebaut werden. Das ist lange klar, getan hat sich bisher wenig. Nun geht es einen Schritt weiter: Der Haupt- und Finanzausschuss hat mit den Stimmen der SPD den Gemeindevorstand beauftragt, die Pläne der Kommunalen Versorgungskassen Kurhessen-Waldeck (KVK) weiter auszuarbeiten, die baurechtlichen Voraussetzungen zu schaffen und den Verkauf des Grundstücks an die KVK vorzubereiten.

Diese plant dort ein Gebäude mit 35 Wohnungen zwischen 55 und 102 Quadratmetern, bestätigt KVK-Direktor Hans Petek: „Es kann sich aber trotzdem noch etwas ändern, weil die rechtlichen Voraussetzungen für die Baumaßnahme noch nicht endgültig vorliegen.“ Erst nach einer endgültigen Baugenehmigung habe man Gewissheit über den tatsächlichen Umfang und damit auch die voraussichtlichen Kosten.

Daher will Petek sich jetzt auch noch nicht zu den Investitionskosten oder den Mietpreisen äußern. Bei diesen orientiere man sich an den marktüblichen für vergleichbare Neubauten. Er sagt aber: „Da nur ein vollständig vermietetes Gebäude langfristig die erhofften Erträge für die Altersversorgung im Öffentlichen Dienst erzielen kann, werden wir für die potenziellen Interessenten marktgängige Angebote haben.“ Möglichst viele der Wohnungen sollen barrierefrei gestaltet werden. „Ob das bei allen gelingt, ist dann eine Frage der Detailplanung“, sagt Petek. Der Bau selbst dauere etwa 24 bis 30 Monate, abhängig vom jeweiligen Starttermin. Solange aber noch kein Baurecht geschaffen sei, könne man auch kein Datum für die Fertigstellung nennen.

Auch deshalb sollte der Ausschuss, der aufgrund der Corona-Pandemie weitergehende Kompetenzen hat als üblich, eine Grundsatzentscheidung treffen, erklärte Bürgermeister Michael Steisel. Es ergebe wenig Sinn, Zeit und Geld für das Vorantreiben der Pläne zu investieren, wenn das Projekt keinen politischen Rückhalt habe.

Ob ein solches Mietobjekt der richtige Weg ist, stellte Bernd Eberwein (UNS) in der Diskussion im Ausschuss infrage. „Ich glaube, die Akzeptanz wäre höher, wenn man die Wohnungen dort erwerben könnte.“ So war es ursprünglich geplant. Das Projekt mit einem Korbacher Investor hatte sich vor einigen Jahren aber zerschlagen. „Die Erfahrung hat gezeigt, dass die Käufer letzten Endes abgesprungen sind“, entgegnete Steisel. Das habe sicherlich damit zu tun gehabt, wie sich die Baupreise und damit auch der Kaufpreis für die Wohnungen innerhalb der Planungsphase entwickelt hätten.

Einige ortsansässige Erwerbswillige hätten den Kauf über den Verkauf ihres Eigenheims finanzieren wollen, „was nicht ganz realistisch war“, sagt Hans Staudte (SPD). Er begrüßte die Pläne für barrierefreien Mietraum, dafür geben es Interessenten. Außerdem: „Einen seriöseren Investor werden wir wohl kaum finden, und uns selber fehlen die Mittel.“ Auch sei es gut, dass die Sozialstation eingebunden werde. Bürgermeister Steisel hatte erklärt, dass die Sozialstation in einem Bereich des Objekts Materialien lagern könnte, die Mitarbeiter sich dort aufhalten könnten und es Parkplätze für die Fahrzeuge geben soll. (Michaela Pflug)

Kontakt: unter vermietung@kvk-kassel.de oder unter Tel. 0561/97966400. Die KVK kontaktiert Interessenten, sobald ein Fertigstellungstermin absehbar ist.

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