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Alexandra Braunisch will Bürgermeisterin in Söhrewald werden

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Von: Michaela Pflug

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Im winterlich-trüben, aber heiß geliebten Garten: Bürgermeisterkandidatin Alexandra Braunisch.
Im winterlich-trüben, aber heiß geliebten Garten: Bürgermeisterkandidatin Alexandra Braunisch. © Michaela Pflug

Am 20. März wird in Söhrewald ein neuer Bürgermeister gewählt. Wir stellen die drei Kandidaten vor. Heute Alexandra Braunisch (UNS).

Söhrewald – Wer etwas bewegen will, der muss sich einbringen, sagt Alexandra Braunisch. Und so rattert die 44-Jährige eine ganze Liste von Ehrenämtern herunter, die die zweifache Mutter neben ihrem Job ausfüllt: Mitglied des Gemeindevorstands, Elternbeirätin an der Schule ihrer Kinder, Schöffin am Landgericht und Mitglied im Vorstand des SV Blau-Weiß Wellerode.

Eine ihrer ersten ehrenamtlichen Aufgaben in Söhrewald, wo sie der Liebe wegen hinzog, war die Initiative „Eltern tun was Eiterhagen“. Die habe unter anderem dafür gesorgt, dass der marode Eiterhagener Spielplatz wiederbelebt wurde. In die Kommunalpolitik zog es Braunisch allerdings erst 2016, den Ausschlag gab dabei indirekt die Übermacht der Söhrewalder SPD.

„Wir wollten damals nicht, dass nur die SPD zur Wahl steht und es keine Opposition gibt“, erklärt sie. Und so gehörte Braunisch zu den Gründungsmitgliedern der Wählergemeinschaft „Unabhängig und Neu für Söhrewald“. Inzwischen hat sich die UNS etabliert und bei der Kommunalwahl im vergangenen Jahr knapp 30 Prozent geholt, obwohl auch die CDU inzwischen wieder mit eigener Liste am Start war. „Ich denke, das Ergebnis spricht für sich“, sagt Braunisch. Sie sitzt inzwischen im Gemeindevorstand. „Ich wollte noch einmal einen anderen Blickwinkel.“

Dass sie jetzt das höchste Amt der Gemeinde anstrebt, hat auch mit den Erfahrungen in der Gemeindevertretung zu tun. Immer wieder seien Ideen von der Mehrheitsfraktion blockiert worden. „Ich bin mir bewusst, man kann nicht alles auf einmal ändern. Aber als Bürgermeisterin hätte ich wenigstens die Chance dazu.“ Das könne auch in der SPD-Hochburg Söhrewald funktionieren: „Ich denke, die Bürger wollen einen Wechsel.“

Diese einzubinden und zu beteiligen, etwa durch Sprechstunden und Befragungen, ist ihr ein besonderes Anliegen. Dass das mit ihr besser klappen könnte als bisher, davon ist sie überzeugt. Vielleicht auch, weil sie eine Frau ist. „Ich will nicht verallgemeinern, aber ich glaube, als Frau ist man schon kompromissbereiter und empathischer.“ Wichtig sei es, gemeinsam und parteiübergreifend Lösungen zu finden, die alle drei Söhrewalder Ortsteile voranbringen, und diese dann transparent zu kommunizieren.

Als Elternbeirätin hat die zweifache Mutter auch die Belange von Kindern und Jugendlichen besonders im Blick. „Ich will mich für flexiblere Öffnungszeiten in den Kitas, mehr Mitbestimmung für Eltern und den Ausbau der Nachmittagsbetreuung an der Grundschule einsetzen.“ Für klassische Hobbys bleibt in Braunischs Leben wenig Zeit, doch sie liebt, passend zu ihrem Job, das Gärtnern und die Ruhe der Natur. Die findet sie ganz in der Nähe ihres Hauses in Eiterhagen. Dort bewirtschaftet und pflegt die Familie einen großen Garten.

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