Die Schlepperfreunde Söhre bewirtschaften Kartoffelfeld wie anno dazumal

Freude an alter Technik

Die Schlepperfreunde Söhre mit ihren Traktoren und alten Gerätschaften auf dem Feld.
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Oldtimerschau: Die Schlepperfreunde Söhre mit ihren Traktoren und alten Gerätschaften.

Sie heißen David Brown 990, Fahr D22 PH, Fendt oder Deutz und haben alle schon ein paar Jahre auf dem Buckel. Der älteste Traktor der Schlepperfreunde Söhre ist Baujahr 1951 und ist der Traktor von Fahr im württembergischen Gottmadingen. Seinerzeit aus einer Bierlaune entstanden, haben sich sechs Söhrewalder zu den Schlepperfreunden Söhre zusammengeschlossen und pflegen ihre alten Schätzchen wie die eigene Frau.

Apropos Frau: Selbst die Ehefrauen haben Spaß am Hobby ihrer Männer. „Sobald das Motorgeräusch der alten Traktoren zu hören ist, sind die Kinder aus dem Häuschen und wollen mit Papa Trecker fahren“, sagt eine der Ehefrauen.

Auch wenn der alte Fahr-Traktor derzeit einen Motorschaden hat und sie auf Ersatzteile warten, hat es die Schlepperfreunde nicht daran gehindert, ihren Oldtimer zum Pressetermin an ein Kartoffelfeld am Rande der Ortslage von Wellerode zu schleppen. Auch das zeigt die Begeisterung der Schlepperfreunde für ihr Hobby.

Alljährliches Highlight sind immer die organisierten Schleppertreffen oder Oldtimer-Schauen wie in Gudensberg, Hausen am Meißner oder in Odershausen bei Bad Wildungen. Dann fahren sie mit ihren Traktoren im Konvoi zu den Ausstellungsorten und veranstalten ein drei- bis fünftägiges Männer-Camping mit Gleichgesinnten, um über Technik und andere Oldtimerdinge zu fachsimpeln. Während früher in Zelten oder einem angehängten Bauwagen geschlafen wurde, wird heute in einem komfortablen Wohnwagen genächtigt. „Leider fielen diese Treffen in 2020 und 2021 der Corona-Pandemie zum Opfer“, sagt Timm Bernhardt von den Schlepperfreunden. Deshalb haben sie sich in diesem Jahr für sich und ihre Schlepper noch ein anderes Betätigungsfeld gesucht.

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Nachdem sie auf der 1000-Jahrfeier des Nachbarortes Vollmarshausen in 2019 das Kartoffelpflanzen und -ernten aus der Zeit der Sechziger- und Siebzigerjahren einem breiten Publikum vorgestellt haben, ist auch bei ihnen die Begeisterung neu erwacht, das Feld mit den alten Gerätschaften zu bearbeiten. Dazu haben sie im April mit einer altertümlichen Kartoffelpflanzmaschine die Erdäpfel auf einem etwa 1,5 Hektar großen Acker am Rande von Wellerode händisch in einen Drehteller einsortiert, in die Erde gebracht und gleich angehäufelt. Auch die Ernte im September wird natürlich mittels altertümlicher Geräte aus dem letzten Jahrhundert erledigt. Neben einem Kartoffel-Roder mit Rüttelsieb kommt dabei auch eine Kartoffelschleuder zum Einsatz. „Es macht einfach Spaß, mit unseren alten Schleppern und alten Bearbeitungsmaschinen von anno dazumal zu arbeiten“, sagt Kevin Heinemann von den Schlepperfreunden. „Auch alle Schlepper werden dabei zum Einsatz kommen, denn jeder will sein Schätzchen bewegen“, verspricht Landwirt Philipp Stracke.

Für die Ernte haben sie sich sogar noch eine Kartoffelsortier- und Absackmaschine aus den sechziger Jahren angeschafft. Zudem haben sie in diesem Jahr noch ein Kürbisfeld mit den handelsüblichen Sorten in Wellerode bestellt. Bis auf die Feldvorbereitung mit Ackerpflug und Egge ist hier allerdings absolute Handarbeit angesagt.

Die geernteten Kürbisse und biologisch angebauten Kartoffeln können in handelsüblichen Mengen 24 Stunden lang an sieben Tagen in der Woche in einem Selbstbedienungsschrank in der Schulstraße 2 in Wellerode erworben werden. znb

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