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Kevin Heinemann will Bürgermeister in Söhrewald werden

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Von: Michaela Pflug

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Bürgermeisterkandidat Kevin Heinemann (CDU) steht vor der Evangelischen Kirche in Wellerode.
Mit der Kirche an seinem Wohnort Wellerode verbindet Kevin Heinemann einiges: „Hier wurde ich getauft, konfirmiert und hier habe ich geheiratet“, sagt er. © Michaela Pflug

Am 20. März wird in Söhrewald ein neuer Bürgermeister gewählt. Wir stellen die drei Kandidaten vor. Heute Kevin Heinemann von der CDU.

Söhrewald – Kevin Heinemann will sich in seiner Heimat einbringen: „Nicht immer nur meckern, sondern auch machen.“ Das ist auch der Grund, warum der 43-Jährige seit vergangenem Jahr in der Gemeindevertretung sitzt und nun das höchste Amt der Gemeinde anstrebt.

Er ist Frischling in der Politik: „Meine Frau und ich wollten uns engagieren und haben 2020 zufällig mitbekommen, dass die CDU ihre Jahreshauptversammlung hat.“ Sie seien hin und es habe gleich „gefunkt“, der Zusammenhalt im Ortsverein sei toll. Schon früh sei klar gewesen, die CDU stellt einen eigenen Kandidaten, um frischen Wind in den Wahlkampf und die Politik zu bringen. „Es darf kein weiter so geben“, sagt Kevin Heinemann.

Da er als Leiter der Logistik in einem mittelständischen Unternehmen Erfahrung in der Personalführung habe, einer der jüngsten im Ortsverein sei und Verbindungen in alle drei Ortsteile habe, sei die Wahl auf ihn gefallen. „Ich habe zwar keine Verwaltungserfahrung, aber ich denke, ein neuer Blickwinkel würde der Verwaltung guttun.“ Die größten Chancen habe er sich in der SPD-Hochburg nicht ausgerechnet. Nach Gesprächen beim Haustürwahlkampf sehe er das aber etwas anders: „Ich glaube, viele Bürger fühlen sich von der aktuellen Politik nicht mitgenommen.“ Die Kommunikation müsse besser und das Rathaus offener werden. Ehrlichkeit und Transparenz seien für glaubhafte Politik essenziell.

„Ich glaube, hier bei uns in Söhrewald schlummert ganz viel Potenzial“, sagt Heinemann. Das gelte es zu entdecken und zu stärken, etwa indem Unternehmen unterstützt, vernetzt und involviert werden. Von der Lage im Speckgürtel sollte die Gemeinde mehr und besser profitieren. Dazu gehöre es auch für junge Familien attraktiver zu werden. So müssten Neubaugebiete geschaffen und die Infrastruktur verbessert werden. Wichtig sei auch: „Ich möchte die Kinderbetreuung offener und flexibler gestalten, sodass Eltern die benötigten Betreuungszeiten an ihre Bedürfnisse anpassen können.“

Dass das in Söhrewald mitunter schwierig ist, hat Heinemann selbst erlebt. Er, der abgesehen von einem kurzen Aufenthalt in Kaufungen schon immer in Söhrewald wohnt, hat selbst zwei Kinder. Die stünden genau wie seine Frau hinter ihm.

Mit dieser bewirtschaftet er gemeinsam einen Resthof in Wellerode, kümmert sich um Hund und Ponys. Das sei das Herzensprojekt seiner Frau, das er aber gerne unterstütze. „Reiten tue ich zwar nicht, allerdings habe ich einen Kutschenführerschein.“

Mit der Kutsche sei er auch gerne unterwegs. Außerdem bietet der Hof die Möglichkeit für einen eigenen alten Traktor, an dem er gerne schraubt. „Das ist ein guter Ausgleich zum Bürojob.“ Das gilt auch für ein weiteres Ehrenamt: Heinemann ist seit vielen Jahren in der Feuerwehr aktiv.

Von Michaela Pflug

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