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Mit dem Bus soll es schneller von Eiterhagen nach Körle oder Hessisch Lichtenau gehen

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Von: Valerie Schaub, William-Samir Abu El-Qumssan

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Von Eiterhagen aus soll man auch nach Körle und nach Fürstenhagen fahren können, fordern die Bürgermeister der Kommunen.
Von Eiterhagen aus soll man auch nach Körle und nach Fürstenhagen fahren können, fordern die Bürgermeister der Kommunen. © Sindy Peukert

Womöglich kann man bald mit dem Bus von Eiterhagen aus schneller nach Körle oder Hessisch Lichtenau fahren.

Söhrewald – Wer mit Bus oder Bahn von Eiterhagen in den Westen nach Körle oder in den Osten nach Hessisch Lichtenau fahren will, muss einen langen Umweg in Kauf nehmen – nämlich über Kassel. Das kann auch anders gehen, sind sich die Bürgermeister der drei Kommunen einig. Sie wollen eine ÖPNV-Querverbindung anschieben – vom Bahnhof Körle bis zum Bahnhof Fürstenhagen (Hessisch Lichtenau).

Bisher sind die drei Kommunen nur an Kassel angebunden, nach Körle fährt die RT 5, nach Söhrewald die Buslinien 37 und 38 und nach Fürstenhagen die Tramlinie 4. „Diese drei Linien existieren nebeneinander“, sagt Jörg Braunisch, eine Querverbindung fehle. Der Eiterhagener engagiert sich in der Söhrewalder Kommunalpolitik und hat ein zweites, überparteiliches Treffen mit allen drei Bürgermeistern und weiteren Kommunalpolitikern in Eiterhagen initiiert.

15 Minuten seien es mit dem Fahrrad von Eiterhagen nach Empfershausen (Körle), erklärt er. „Mit dem ÖPNV sind es eineinhalb Stunden.“

Eine Verlängerung der Linien 37 und 38, die momentan in Eiterhagen enden, habe der NVV zuletzt ausgeschlossen, erklärt er. Als Verbindung zwischen Empfershausen und dem Körler Ortskern gibt es laut Michael Gießler, Ortsvorsteher von Empfershausen, zurzeit lediglich eine Schulbusverbindung, die zweimal morgens und mittags verkehrt.

Es gebe durchaus ein Interesse, ein ÖPNV-Angebot zwischen den drei Gemeinden zu nutzen – nicht nur wegen familiärer Verbindungen, sondern auch von Pendlern, beispielsweise von Eiterhagenern, die bei B. Braun in Melsungen arbeiteten. Außerdem bringe man mit einer Querverbindung die Verkehrswende auf den Weg. Das geplante 49-Euro-Ticket könnte dann auch im Mühlmischtal genutzt werden.

Als große Herausforderung nennt Söhrewalds Bürgermeister Ralf Eberwein die Landkreisgrenzen. Die neue Linie würde den Schwalm-Eder-Kreis mit dem Landkreis Kassel und dem Werra-Meißner-Kreis verbinden. In allen Kreisen sei aber der ÖPNV anders geregelt und mitunter auch anders finanziert. Deshalb wolle man auch die Landräte um Unterstützung bitten.

Als Chance sehen die Bürgermeister den NVV-Fahrplanwechsel 2026. Bis dahin könne man mit einer Interimslösung testen, wie gut eine Querverbindung funktioniere und angenommen werde. Der NVV habe dazu eine stündliche Verbindung von Körle nach Eiterhagen vorgeschlagen. „Optimal wäre bis nach Fürstenhagen“, sagt Eberwein.

Für das Vorhaben sieht er gute Vorzeichen: Als Meilenstein nennt Eberwein auch, dass sich die drei Bürgermeister vernetzt hätten. In einem gemeinsamen Brief wollen sie den NVV bitten, ein Konzept für die Verbindung auf den Weg zu bringen. Auch die Frage nach Fördermittel und der Finanzierung wird die Bürgermeister in weiteren Treffen noch beschäftigen. Das nächste ist für Februar angesetzt. (Valerie Schaub Und William Abu El-qumssan)

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