Häuser nicht mehr bewohnbar

Nach Brand in Eiterhagen: Dorfgemeinschaft will Opfern helfen

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Die beiden Häuser aus dem Blickwinkel der Mühlengasse: Im Obergeschoss des Haus links im Bild wurde die tote 68-jährige Bewohnerin gefunden.

Auch Stunden nachdem das Feuer unter Kontrolle gebracht wurde, schwelen in dem historischen Fachwerkensemble an der Mühlengasse in Eiterhagen unterhalb der Kirche noch Glutnester.

Für die 68-jährige Bewohnerin des Obergeschosses, das vom Feuer am stärksten verwüstet wurde, kam jede Hilfe zu spät.

Das ist für viele Bewohner des 650-Seelen-Dorfes ein Schock. „Das ist natürlich besonders furchtbar, dass hier ein Mensch sein Leben verloren hat“, sagt Katja Winter. Sie war wahrscheinlich eine der ersten, die den Brand bemerkte. Gemeinsam mit ihrer Familie wohnt sie direkt nebenan. Zuerst habe sie wahrgenommen, dass der Hund unruhig wird, dann habe sie komische Geräusche, ein merkwürdiges Knacken und Prasseln gehört. Nachdem sie die Feuerwehr gerufen hatten, unternahm die Familie mit Gartenschläuchen einen ersten Rettungsversuch. Vergeblich.

Große Hilfsbereitschaft

„Danach haben wir versucht, unser eigenes Haus zu schützen“, erklärt Karl-Heinz Winter. Das Feuer habe eine enorme Hitze entwickelt und so schmolzen an dem Haus Fensterrahmen, Rollläden und Teile des Terrassendaches. Winter hatte das historische Fachwerkhaus, das erst vor wenigen Jahren an die neuen Besitzer verkauft. Ihm tun die Nachbarsfamilien leid, denn „da kann man nichts mehr retten.“ Auch daher war die Welle der Hilfsbereitschaft groß. Gleich mehrere Söhrewalder meldeten sich noch am Montag bei der HNA, um nach einem Spendenkonto zu fragen und ihre Hilfe anzubieten.

Wer die Opfer finanziell unterstützen möchte, kann auf das Konto der Gemeinde Söhrewald (Kasseler Sparkasse, IBAN DE 38 5205 0353 0222 0000 53) mit dem Verwendungszweck „Brandkatastrophe Eiterhagen 05.08.2019“ überweisen.

Lesen Sie dazu: Wohnhaus in Söhrewald komplett abgebrannt - 68-Jährige gestorben

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