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Ralf Eberwein will Bürgermeister in Söhrewald werden

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Von: Michaela Pflug

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Normalerweise steht er hier auf dem Platz, statt auf der Bank zu sitzen: Ralf Eberwein engagiert sich in seiner Freizeit als Schiedsrichter, auch auf der Söhrekampfbahn.
Normalerweise steht er auf dem Platz, statt auf der Bank zu sitzen: Ralf Eberwein engagiert sich in seiner Freizeit als Schiedsrichter, auch auf der Söhrekampfbahn. © Michaela Pflug

Am 20. März wird in Söhrewald ein neuer Bürgermeister gewählt. Wir stellen die drei Kandidaten Alexandra Braunisch, Kevin Heinemann und Ralf Eberwein vor.

Söhrewald – „Kümmere dich um andere, dafür wirst du belohnt“ – das ist das Lebensmotto von Ralf Eberwein. Nun könnte man vermuten, das hat der SPD-Bürgermeisterkandidat von einem der Größen seiner Partei. Weit gefehlt: „Den hatte ich mal in einem Glückskeks und gedacht, das passt zu mir.“

Zur SPD hat es den 46-Jährigen erst relativ spät gezogen, 2009 trat er in die Partei ein und zog für die SPD-Fraktion 2011 ins Parlament. „Wenn es nach meinem Vater gegangen wäre, dann wäre das alles viel früher passiert“, erklärt er und lacht. Sein Vater Willi Eberwein ist lange schon überzeugter Genosse.

„Als Jugendlicher hat man aber andere Flausen im Kopf“, sagt er. Zum Beispiel Fußball. Seit seiner Kindheit ist er beim TSG Wellerode, war erst als Turner aktiv und später im Fußball. Das ist er heute noch, nämlich als Schiedsrichter. „50 bis 80 Spiele pfeife ich in einer normalen Saison.“ Überhaupt spielt Sport eine große Rolle in seiner Freizeit, er läuft und fährt Rad. Anders geht es nicht, sagt er: „Denn ich esse auch sehr gerne.“

Irgendwann sei aber der Wunsch gewachsen, sich noch mehr einzubringen und kommunalpolitisch zu engagieren. Schließlich sei er in Söhrewald tief verwurzelt: „Hier bin ich geboren und groß geworden und hier will ich den Rest meines Lebens verbringen.“ Er wolle für seine Heimat und Mitbürger etwas bewegen, Söhrewald „liebens- und lebenswert“ halten. Daher sei auch der Wunsch mit der Zeit gewachsen, Bürgermeister zu werden. Das sei nach Eintritt in die Gemeindevertretung und der Arbeit als Fraktionsvorsitzender und dem Rückzug Michael Steisels „folgerichtig“.

Er habe Respekt vor der Aufgabe, schließlich sei es nicht einfach, eine Verwaltung mit so vielen unterschiedlichen Charakteren zu führen. Und er habe während seiner politischen Laufbahn auch gelernt: „Man kann es nicht allen Recht machen.“ Umso wichtiger sei es, ehrlich und transparent zu sein und die Nähe zum Bürger zu suchen. Das wolle er auch als Rathauschef tun. „Denn da kann die Kommunikation noch optimiert werden.“

Konkrete Projekte hat er noch nicht im Blick. „Mein erster Schritt als Bürgermeister wäre eine Bestandsaufnahme.“ Zwei Themen seien ihm bei seinen Dorfspaziergängen aber schon aufgefallen. Etwa der Bereich Straßen, wo es noch deutlich Luft nach oben gebe. Auch die dörfliche Infrastruktur aller drei Orte müsse gestärkt werden. Damit meine er das Erscheinungsbild der Dörfer, nicht nur die wünschenswerte aber schwierig zu beeinflussende Ansiedlung von Betrieben, Banken und Ärzten.

Der Zeitaufwand schrecke ihn nicht ab. „Den hat man als Ehrenamtlicher auch. Ich freue mich darauf, nicht nur die Zeit nach der Arbeit für die Gemeinde aufzuwenden, sondern meine ganze Arbeitszeit.“ Auch seine Eltern, Bruder, Kinder und Freundin ständen hinter seiner Kandidatur.

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