Abteilung blickt positiv in die Zukunft

Der Ball rollt seit 100 Jahren: Fußballer des TSG Wellerode feiern Jubiläum 

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Die Gründer H. Werner, A. Althans, St. Eberwein, H. Werner, K. Löber und Konrad Wendel.

Söhrewald. Der Ball rollt durch Wellerode. Und das seit 100 Jahren inzwischen auch vereinsorganisiert. Das will die Fußballabteilung des TSG Wellerode im Juni eine ganze Woche feiern.

Im 1919 saßen sechs Männer an einem Tisch und hatten beschlossen: Wir gründen eine Fußballabteilung. Der Trend war von der Stadt, wo schon Ende des 19. Jahrhunderts der VfB Viktoria Bettenhausen und der Casseler Ballspielclub gegründet worden, in die umliegenden Dörfer geschwappt, erklärt Lothar Rolwes, der sich schon lange für den Verein engagiert. Konrad Wendel war der erste Abteilungsleiter. Sein Stellvertreter war Heinrich Werner, genannt Karlen‘s Henner. Damals wurden zwei Mannschaften gemeldet (B- und C-Klasse). Da noch kein Sportplatz vorhanden war, spielte man auf den damaligen Stockwiesen, heute Sülze oder Alter Sportplatz.

Die erste Mannschaft 1920 mit (von links) J. Fißler, Heinrich Werner, Jan Wendel, Chr. Klein, Nikolaus Jantzen, A. Althans, J. Horn. G. Wagner, Chr. Böhling, H. Giese, K. Wendel und (vorne von links) H. Wendel, J. Wendel und A. Werner. Leider überliefern die Chronisten nicht die Vornamen aller Spieler.

Damals standen dort noch keine Tore, sodass vor und nach jedem Spiel, die Balken der Tore von den Spielern selbst zum und vom Platz getragen werden mussten. Trotzdem sei der Spielbetrieb sehr rege gewesen, so dass im Jahre 1923 die Meisterschaft in der B-Klasse errungen und damit der Aufstieg in die A-Klasse erreicht wurde.

Spielend: Martin Kapler und Danny Siegener von der SG und Hiwad Haqmal vom SV Nordshausen.  

Momentan kämpft die Mannschaft um ihr Verbleiben in der Kreisoberliga. Allerdings unter einem anderen Namen. Denn eines der größten Projekte in der jüngeren Vergangenheit war der Zusammenschluss der Fußballer aus Wellerode, Eiterhagen und Wattenbach zur SG Söhrewald. „Die alten Grabenkämpfe sind überwunden, wir sind da auf einem soliden Weg“, sagt Peter Gruneberg, der erste Vorsitzende der Fußballabteilung des TSG. Um die ist es auch mitgliedertechnisch gut bestellt. 251 Menschen gehören der Abteilung an, davon 40 Kinder und Jugendliche. „Wir schauen positiv in die Zukunft, würden uns aber natürlich trotzdem freuen, wenn sich insbesondere mehr Ehrenamtliche bei uns engagieren“, sagt Gruneberg.

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