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Söhrewalder Bürgermeister wird bei Übung mit Drehleiter gerettet

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Von: Michaela Pflug

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35 Einsatzkräfte waren bei Rettung in Söhrewald am Start
35 Einsatzkräfte waren bei Rettung in Söhrewald am Start © Michaela Pflug

Vermeintlicher Großeinsatz in Söhrewald-Wellerode: Hier übten Feuerwehrleute für einen Großbrand und retten dabei auch den Bürgermeister mit der Drehleiter.

Söhrewald – Punkt 16 Uhr zerreißt ohrenbetäubendender Lärm die Stille in Söhrewald. Die Sirene hat ausgelöst. Wenige Minuten später stehen die ersten Feuerwehrfahrzeuge vor dem Rathaus in Wellerode. Rauch dringt aus dem Treppenhaus. Die Feuerwehrleute rennen, die Lohfeldener Wehr biegt mit der Drehleiter um die Ecke. Das Einsatzstichwort lautet Großbrand.

Glücklicherweise wird hier nur für den Ernstfall geübt. Der einzigen wirklich Verletzten sind eine Puppe und der Bürgermeister, der sich ganz leicht den Kopf stößt, als er aus dem Fenster klettert. „Es ist auch ein Abschiedsgeschenk für den Bürgermeister“, erklärt Gemeindebrandinspektor Stefan Saftig. In der Runde der Feuerwehrleitungen sei die Idee entstanden und mit dem Brandschutzaufsichtdienst des Landkreises und der Leitstelle abgeklärt worden.

Freute sich sichtlich über die Rettung: Bürgermeister Michael Steisel im Rettungskorb der Drehleiter der Feuerwehr Lohfelden.
Freute sich sichtlich über die Rettung: Bürgermeister Michael Steisel im Rettungskorb der Drehleiter der Feuerwehr Lohfelden. © Michaela Pflug

Steisel geht am 31. August in den Ruhestand. Schon zu seinem Einstand habe es eine solche Übung gegeben, erklärt er. „Das war damals aber noch mit der Steckleiter.“ Aber auch jetzt habe das Herz wieder schnell geschlagen, „die Überraschung ist gelungen“. Es sei beeindruckend, zu sehen, wie schnell, engagiert und professionell die Einsatzkräfte handelten und wie gut die Zusammenarbeit mit der Nachbarwehr in Lohfelden funktioniere.

Auch Einsatzleiter Björn Lücke ist zufrieden mit den 35 Kräften. Kleinigkeiten gebe es immer zu verbessern, aber insgesamt sei es gut gelaufen. „Solche gemeinsamen Übungen sind ganz wichtig.“ Vor der Pandemie habe es die mehrmals im Jahr gegeben. Er hofft, dass bald wieder mehr gemeinsam für den hoffentlich nicht eintretenden Ernstfall trainiert werden kann.  mia

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