Fahrbahn in Richtung Norden wird bis Kassel-Ost erweitert

A7 bei Kassel wird schon wieder zur Großbaustelle

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Hier wird demnächst gebaut: Der Abschnitt auf der A 7 zwischen Kassel-Mitte und Kassel-Ost in Fahrtrichtung Norden soll jetzt vierspurig ausgebaut werden. Auch der Lärmschutz auf der Lohfeldener Seite (rechts) wird ergänzt.

52 Millionen Euro fließen in diesem Jahr in die Modernisierung und den Neubau von Teilstücken von Autobahnen, Bundes-, Landes- und Kreisstraßen im Raum Kassel. Darunter auch in den Ausbau der A7.

Das teilte die planende Verkehrsbehörde Hessen Mobil am Dienstag bei der Vorstellung der Bauprojekte für 2019 mit. Ein wesentliches Vorhaben ist die Fortsetzung des achtspurigen Ausbaus der Autobahn 7 zwischen dem Südkreuz Kassel und Kassel-Ost. In diesen Tagen beginnen die Arbeiten im Abschnitt von Kassel-Mitte in Fahrtrichtung Norden. Der Bund investiert dort rund 10 Millionen Euro.

A7 bei Kassel: So gehen die Bauarbeiten weiter

Zwei Wochen dauere im April erstmal die Einrichtung der A7-Baustelle, so ein Behördensprecher. Anschließend werde die Fahrbahn so verbreitert, dass der Verkehr während der Bauphase weiterhin über drei Fahrstreifen pro Richtung rollen kann. Ende 2022 soll der Ausbau der A7 endgültig abgeschlossen sein. 91 Millionen Euro werden für das Großprojekt ausgegeben. Mit der Erweiterung von sechs auf acht Spuren soll die Autobahn fit gemacht werden, für den Anschluss der im Bau befindlichen A44 von Kassel nach Eisenach.

Komplettiert wird laut Hessen Mobil in dem jetzt anstehenden Bauabschnitt unter anderem der Lärmschutz auf der Seite Richtung Lohfelden. 2,6 Millionen Euro werden für den 400 Meter langen Lückenschluss bis zum Kaufunger Weg ausgegeben. Zudem werden im Zuge des Umbaus zwei A7-Unterführungen (Ochshäuser Straße und Waldauer Weg) zwischen Kassel und Lohfelden verbreitert. Die Einschränkungen für Anwohner sollen gering bleiben. Während der Arbeiten müssten die Straßen nur teilweise gesperrt werden, so Behördensprecher Horst Sinemus.

A44 im Kreis Kassel: Stabilisierung der Bergshäuser Brücke bis Mai

Im Mai soll auf der benachbarten A44 die Stabilisierung der Bergshäuser Brücke abgeschlossen werden. 14,9 Millionen Euro kostet die Sanierung insgesamt. Den angepeilten Kostenrahmen werde man einhalten, sagte Christina Röntgen, die für Nordhessen zuständige Bevollmächtigte bei Hessen Mobil. Weiterhin offen ist allerdings eine konkrete Planung für den Neubau der Bergshäuser Brücke. Nach Informationen der HNA präsentieren Mitarbeiter der zuständigen Planungsgesellschaft Deges demnächst verschiedene Varianten beim Bundesverkehrsministerium in Bonn. Dort wird dann über einen Neubau eines Bauwerkes an gleicher Stelle oder eine versetzte Variante an einer anderen Position entschieden.

Autofahrer müssen sich im Bereich des jetzt sanierten Brückenbauwerks auch weiterhin auf Einschränkungen einstellen. So bleibt es bei lediglich einer Fahrspur aus Richtung Dortmund und zwei Streifen in Richtung Dortmund. Und: Die Rampe von der A7 auf die A44, so Christina Röntgen, bleibe dauerhaft gesperrt.

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A44: Fahrbahn wird mit lärmschluckender Asphaltdecke erneuert

Jetzt im Frühjahr startet Hessen Mobil mit einem weiteren Projekt auf der A44, das den Menschen im Bereich der Gemeinde Schauenburg und den Kasseler Stadtteilen Bad Wilhelmshöhe und Brasselsberg etwas mehr Ruhe bringen könnte. Auf einem vier Kilometer langen Abschnitt zwischen den Anschlussstellen Zierenberg und Wilhelmshöhe soll die Fahrbahn komplett erneuert werden. Eingebaut werden soll eine lärmschluckende Asphaltdecke. Die Kosten für die bis Oktober laufenden Arbeiten liegen bei 8,4 Millionen Euro. Der Verkehr soll auf jeweils zwei Spuren in beiden Richtungen fließen.

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