An den Schulen in Stadt und Landkreis finden derzeit Projekttage statt

Schüler geben Tipps für Radrouten-Netz

Kassel – Auf welchen Wegen kommen Schüler mit dem Rad am einfachsten und sichersten zur Schule? Diese Frage will schon bald das neue Schülerradroutennetz von Stadt und Landkreis Kassel beantworten.

Der aktuelle Plan mit den besten Verbindungen soll bis zu den Sommerferien fertig sein. Abrufbar ist er dann über das Internet unter schuelerradrouten.de und eine entsprechende App. Derzeit laufen an 18 Schulen Projekttage, bei denen die Schüler selbst Ideen für den Radroutenplan einbringen können.

30 weiterführende Schulen in der Stadt und 21 im Kreis werden insgesamt in das Schülerradroutennetz eingebunden, erläutert Stefanie Hartleb von der Gesellschaft für integriertes Verkehrs- und Mobilitätsmanagement Region Frankfurt Rhein-Main (IVM GmbH), die das Vorhaben für das Land Hessen koordiniert. In zehn städtischen Schulen und in acht aus dem Landkreis finden bis zu den Osterferien Projekttage zum Thema statt. „Der Projekttag dient dazu, die Erfahrungen der Kinder und Jugendlichen in das Projekt einfließen zu lassen“, unterstreicht Hartlep. „Welche Wege zur Schule werden von den Schülern zurückgelegt, und welche nicht.“ Der Projekttag an einer Schule dauere zwei Doppelstunden und drehe sich rund um das Thema Fahrrad.

Das Schülerradroutennetz sei ein exklusives Radroutennetz, das besonders qualitätsgesicherte Wegeverbindungen zwischen Wohngebieten und weiterführenden Schulen beinhalte, hebt Hartlep die Besonderheit des Vorhabens hervor. „Die Routen werden auf der bestehenden Radinfrastruktur ausgewiesen. Auch Aufmerksamkeitspunkte, die auf besondere Verkehrssituationen hinweisen, werden angezeigt und beschrieben“, erläutert die Expertin. All das könnte man sich mit Hilfe des Schülerradroutenplaners anzeigen lassen. Derzeit umfasse der eine Gesamtlänge von mehr als 3800 Kilometern (vorrangig in Region Frankfurt Rhein-Main).

Für Stadt und Landkreis hat das Kasseler Verkehrsplanungsbüro LK Argus die Aufgabe mit dem Zielpunkt Schuljahr 2019/2020 übernommen. Nach Ostern, so erläutert Hartlep, sollen sogenannte Schülerradroutenbeiräte eingerichtet werden. Daran beteiligt seien Vertreter der Polizei, der Kommunen, Schüler- und Elternvertreter sowie Mitglieder des Fahrradclubs ADFC. In den Gremien sollen über die bis dahin erarbeiteten Routenvorschläge abgestimmt werden.

Die IVM sieht in dem Projekt ferner einen Gewinn für die beteiligten Städte und Gemeinden. „Häufig finden nämlich in den Beiräten Akteure aus Verkehrs- und Schulwelt zusammen und bauen nachhaltige Kommunikationswege auf, die später für weitere Projekte zum Thema Schule und Mobilität genutzt werden können“, betont Stefanie Hartlep. Beteiligte Kommunen erhielten „ganz nebenbei“ wertvolle Hinweise zur Verbesserung ihrer Fahrradinfrastruktur. Über die Kosten des Projektes für Kassel und Umgebung macht die IVM auf Anfrage keine Angaben.

Rubriklistenbild: © Arne Dedert/dpa

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