Tankwagenfirma Esterer baut neue Produktionshalle – Investition von 4,5 Mio. Euro

Ja zum Standort Helsa

+
Hier entsteht die neue Produktionshalle: Harold Esterer und Tochter Julia führen im gleichnamigen Familienbetrieb die Geschäfte. Der Stammsitz in Helsa wird ausgebaut und modernisiert.

Helsa. Die Tankwagen-Ausrüstungsfirma Esterer investiert an ihrem Stammsitz in Helsa insgesamt 4,5 Millionen Euro. Zwei alte, marode Hallen wurden jetzt abgerissen, ab dieser Woche wird eine moderne Produktionshalle mit drei Fertigungsstraßen errichtet.

Externe Beratung

Vorausgegangen war eine gründliche Bestandsaufnahme, zu der auch eine externe Beratungsfirma herangezogen wurde. Produzieren wir noch richtig in der heutigen Zeit?, so lautete die Ausgangsfrage.

Hintergrund:

Die Firma Esterer ist ein mittelständischer Lkw-Ausrüster in Helsa. 150 fest angestellte Mitarbeiter bauen auf vorhandenen Lkw-Chassis unterschiedlicher Hersteller Straßentankwagen und Fahrzeuge für die Flugzeugbetankung auf. Hinzu kommen je nach Auftragslage 20 bis 30 Leiharbeiter. 2009 war laut Geschäftsführer Harold Esterer das bisher beste Geschäftsjahr. 350 Fahrzeuge wurden ausgerüstet, der Umsatz betrug 40 Millionen Euro. Die Exportquote lag bei 50 Prozent. Fürs laufende Jahr strebt Esterer ein Ergebnis wie im Vorjahr an. „Wir wollen die Marktführerschaft ausbauen“, sagt er. Derzeit ist Esterer mit 40 Prozent Marktführer bei den Straßentankwagen im deutschlandweiten Geschäft. Bei den Fahrzeugen zur Flugfeldbetankung, die Esterer weltweit verkauft, hat die Firma einen Marktanteil von über 30 Prozent. (hog)

Als Ergebnis entschied man sich zur Konzentration am Standort Helsa und für eine Erneuerung des dortigen Betriebs. Von der Option, Betriebsteile zur günstigeren Produktion ins Ausland zu verlagern, hat sich die Geschäftsleitung damit verabschiedet.

Stammwerk modernisiert

Von mehreren Zweigwerken in Deutschland hat sich Esterer bereits getrennt. Nun wird das Stammwerk in Helsa modernisiert. Ein neues Zentrallager mit Scanner-Technik wurde aufgebaut, ebenso ein modernes technisches Büro. Auch die Heizzentrale wurde erneuert, sie versorgt alle Hallen und Gebäude auf dem 25 000 Quadratmeter großen Grundstück an der Losse. Strategisches Ziel sei es, die Produktivität in einem zweistelligen Bereich zu erhöhen, sagte Esterer.

Die Bedingungen am Standort Helsa seien dafür sehr gut. Im Ausland seien zwar die Löhne niedriger, in Helsa habe man jedoch hervorragend ausgebildete und motivierte Mitarbeiter. Außerdem habe man die volle Unterstützung der Gemeindeverwaltung. „Bürgermeister Tilo Küthe hilft uns, wo er nur kann“, sagte Harold Esterer. Nicht zuletzt sei Helsa in der Mitte Deutschlands verkehrstechnisch sehr gut gelegen. Und Kunden aus aller Welt könnten über die Autobahnen und per ICE leicht anreisen.

„Wir haben das Führungsteam stark verjüngt“, sagt Julia Esterer, die vor zwei Jahren mit damals 35 Jahren mit in die Geschäftsführung einstieg.

Die neue Produktionshalle aus Stahlelementen mit einem freitragenden Dach wird 60 mal 40 Meter messen. Neben drei Fertigungslinien für die Endmontage der Lkw-Aufbauten werden in dem Gebäude auch Umkleide- und Sozialräume untergebracht. Bei Bedarf kann die Halle später erweitert werden.

Von Holger Schindler

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.