Jahrespressekonferenz

Stellenabbau bei VW: E-Mobilität erfordert laut Vorstand 30 Prozent weniger Jobs

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Das VW-Werk in Wolfsburg. Am Dienstag fand die Jahrespressekonferenz des Konzerns statt. 

Der Volkswagen-Konzern wird in den nächsten Jahren deutlich Personal reduzieren. Das machte Vorstandsvorsitzender Herbert Diess am Dienstag bei der Jahrespressekonferenz in Wolfsburg deutlich.

Wieviele Jobs im VW-Werk Kassel in Baunatal wegfallen könnten, dazu wurde nichts gesagt. 

Hintergrund ist der Wandel weg vom Verbrennungsmotor hin zum E-Antrieb. Dieser erfordere einen 30 Prozent geringeren Personalaufwand, so der Konzernchef. Zur Diskussion über die E-Mobilität gehöre eine offene Debatte über die Folgen, sagte Diess. „Denn zur Wahrheit gehört: Ein E-Auto lässt sich mit etwa 30 Prozent weniger Aufwand herstellen als ein Verbrenner. Das heißt: Wir werden Arbeitsplätze abbauen.“ 

Schon in der vergangenen Woche war bekannt geworden, dass der Konzern an einem Sparprogramm mit einem jährlichen Potenzial von 5,9 Milliarden Euro bastelt. Zwischen 5000 und 7000 Stellen, vorrangig in der Verwaltung in Wolfsburg, könnten betroffen sein, hieß es. Diese Zahl nannten Insider auch am Rand der Pressekonferenz. Der nordhessische Standort hat in dem so genannten Bereich der Werkorganisation (Verwaltung) rund 1500 Mitarbeiter. 

Die Rede war in Managementkreisen in Wolfsburg von insgesamt 11.000 Arbeitnehmern in den sechs westdeutschen Werken (ohne Hannover und Osnabrück), die für eine Altersteilzeit-Regelungen infrage kämen. Finanzvorstand Frank Witter erklärte auf die Frage, ob es über Altersteilzeitvereinbarungen hinaus auch zu betriebsbedingten Kündigungen bei VW kommen könne: Es werde bis zum Jahr 2025 keine betriebedingten Kündigungen geben. „Das ist so vereinbart.“ Mit der Altersteilzeit und der Beschäftigung von Auszubildenden beispielsweise gebe es ein breites Instrumentarium, um einzugreifen. „Wir werden das konstruktiv lösen“, sagte Vorstandschef Diess dazu.

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