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Sternsinger sind unterwegs und segnen Häuser und Wohnungen

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Von: Clara Veiga Pinto

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Sind bereit, Spenden für benachteiligte Kinder zu sammeln: Die Sternsinger der Kirchengemeinde St. Antonius (von links) Christoph (10), Justus (6) und Leonard (10) aus Kaufungen.
Sind bereit, Spenden für benachteiligte Kinder zu sammeln: Die Sternsinger der Kirchengemeinde St. Antonius (von links) Christoph (10), Justus (6) und Leonard (10) aus Kaufungen. © clara pinto

42 Kinder der Gemeinde St. Antonius sind dieses Wochenende als Caspar, Melchior und Balthasar unterwegs und sammeln Spenden.

Kaufungen/Lohfelden – Dieser Tage ziehen die Sternsinger in ganz Deutschland von Tür zu Tür, denn am 6. Januar ist der Feiertag der Drei Heiligen Könige. Für den katholischen Brauch verkleiden sich die Kinder dabei als Caspar, Melchior und Balthasar, segnen Häuser und Wohnungen und sammeln Spenden für benachteiligte Kinder auf der ganzen Welt.

20 * C + M + B 23 schreiben sie in diesem Jahr über die Türen. C+M+B steht für „Christus mansionem benedicat“, also Christus segne dieses Haus. Dazu kommt die Jahreszahl.

Auch im Landkreis Kassel werden an diesem Wochenende viele Gruppen von Kindern und Jugendlichen unterwegs sein. Die Kirchengemeinde St. Antonius von Padua, die ihre Standorte in Kaufungen, Lohfelden und Kassel hat, ist auch von der Partie. Sie schickt 13 Gruppen mit je drei bis vier Kindern los. 42 Sternsinger besuchen am Wochenende die Menschen in den Ortsteilen von Kaufungen und Helsa und den Gemeinden Nieste und Lohfelden. Viele von ihnen sind katholisch, einige auch evangelisch.

Im Aussendungsgottesdienst am Donnerstagabend trafen sich alle Kinder mit ihren Eltern erstmals in der Kirche St. Heinrich in Oberkaufungen. Gemeindereferentin Bettina Wagener erklärte ihnen, was Sternsinger tun und wofür sie Geld sammeln.

750 Haushalte werden gesegnet

Weltweit größte Solidaritätsaktion

Jedes Jahr steht das Sternsingen unter einem anderen Motto. Die diesjährige bundesweite Aktion steht unter dem Leitwort „Kinder stärken, Kinder schützen – in Indonesien und weltweit“. Im vergangenen Jahr lautete das Motto „Gesund werden – gesund bleiben. Ein Kinderrecht weltweit“.
Die Sternsinger-Aktion ist mittlerweile die weltweit größte Solidaritätsaktion, bei der sich Kinder für Kinder in Not engagieren, teilt das Bistum Fulda auf Anfrage mit. Die katholischen Kirchengemeinden organisieren ihre Sternsinger-Aktionen eigenständig. Sie planen auch, wann die einzelnen Gruppen durch die Straßen ziehen. Im vergangenen Jahr 2022 haben etwa 160 Gruppen aus Kirchengemeinden und kirchlichen Einrichtungen des Bistums insgesamt mehr als 560 000 Euro für das Kindermissionswerk gesammelt, heißt es weiter. (clp)

„Normalerweise organisieren wir vor dem Aussendungsgottesdienst jedes Jahr einen Informationsnachmittag für die Kinder. So erfahren sie mehr über den Brauch“, sagt Wagener. „Der ist wegen der Infektionswelle aber ausgefallen.“ In diesem Jahr ist sowieso einiges anders: „Diesmal sind viele Familien im Urlaub. Es gibt auch Krankheitsfälle, sodass die Planung recht spontan war“, sagt Wagener.

Am Freitag statteten die Kinder dann die ersten Hausbesuche mit ihren Kronen und in den Kostümen ab. Weiter geht es an diesem Wochenende – schließlich klappern die Sternsinger um die 750 Haushalte ab.

Dass sich die Kinder mit schwarzer Farbe das Gesicht anmalen, um einem dunkelhäutigen König ähnlich zu sehen, kommt in der Kirchengemeinde St. Antonius nicht vor. „Das haben wir noch nie so gemacht und es ist auch nicht zeitgemäß“, sagt die Gemeindereferentin.

Die diesjährigen Spenden, die die Kinder der Gemeinde St. Antonius sammeln, kommen dem Ort Bukwali in Uganda zugute. Geplant ist der Bau eines Kindergartens für 57 000 Euro. Dort sollen dann 175 Kinder Platz finden. Da sich noch weitere katholische Gemeinden aus Deutschland an diesem Projekt beteiligen, hofft die Gemeinde, dass das Projekt in drei bis vier Jahren finanziert ist. Das Projekt, das die Kirchengemeinde bisher mit den Spenden aus den vergangenen Jahren gefördert hat, der Bau eines Mädchenschlafsaals – ebenfalls in Bukwali – wurde im vergangenen Jahr abgeschlossen. (Clara Veiga Pinto)

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