„Einzigartiges Flair“: Tausende kamen zu Kaufunger Stiftsweihnacht

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Aufwärmen mit Punsch und Glühbier (von links): Elfrun und Matthias Faupel aus Fürstenhagen, Sarah und Raphael Vogelmann aus Kassel sowie Christoph Brake und Gabriele Kreiß aus Lohfelden ließen es sich auf der Stiftsweihnacht gut gehen.

Kaufungen. Trotz tausender Besucher ging es bei der Kaufunger Stiftsweihnacht besinnlich zu. Die Jüngsten freuten sich über den Besuch des Weihnachtsmanns. 

Wer mit Kindern unterwegs ist, sollte sich schon am frühen Nachmittag zur Stiftsweihnacht aufmachen. Dann ist noch genug Platz zum Verweilen zwischen den Buden mit Kulinarischem, Kunsthandwerklichem und Kreativem. Und der Nachwuchs hat noch größere Chancen, dem Weihnachtsmann zu begegnen: Joschua (10) freute sich am Samstag sichtlich über die Meerestiere aus Hartgummi, die ihm der Bärtige schenkte. Auch sein kleiner Bruder Mattheo ging nicht leer aus. „Wir kommen jedes Jahr. Hier herrscht ein einzigartiges Flair, das immer wieder schön ist“, sagt Linda Winkelmeyer aus Staufenberg-Uschlag, die Mutter der beiden Jungen.

Dieser Meinung sind offenbar viele Tausend Menschen in der Region: Schon am Freitagabend, dem Eröffnungstag der Stiftsweihnacht, war es auf dem Stiftshof rappelvoll. Und am Samstag strömten die Massen nur so hinauf zu dem historischen Ambiente – pulkweise, im Takt des Shuttle-Busses, der die Besucher vom neuen Festplatz zum Heimatmuseum am Eingang zum Weihnachtsmarkt transportierte. 

Trotz der vielen Menschen kommt keine Hektik auf, von Verkehrschaos in den angrenzenden Wohngebieten keine Spur. Alle Zufahrten und Schleichwege zur Stiftskirche sind abgesperrt, nur Leute, die hier wohnen, dürfen durch. „Einige mogeln sich dennoch durch“, sagt Peter Schwarze vom Freiheiter Bürgerverein, der zusammen mit der Gemeinde und dem Förderverein Stiftskirche den Markt seit vielen Jahren organisiert. Schwarze dürfte gefreut haben, dass das Ambiente am Sonntag mit einsetzendem Schneefall noch weihnachtlicher wurde.

Wer in dem Budendorf und dem Trubel nach Orientierung sucht, ist bei Christa Grill und Helga Schaumberg richtig. Die beiden Frauen vom Freiheiter Bürgerverein verkaufen nicht nur Souvenirs für den guten Zweck und rühren die Werbetrommel für die Tombola zugunsten der Sanierung der Stiftskirche. Sie geben auch Tipps, wo es die besten kulinarischen Köstlichkeiten oder ausgefallene Geschenkideen gibt. Gleich am ersten Abend spielten sie auch Glücksfee. „Da hat ein ehrlicher Finder ein Portemonnaie abgegeben. Und der Besitzer hat sich auch gleich gefunden“, erzählt Grill.

Bei Einbruch der Dunkelheit waren alle Getränkestände an den drei Markttagen dicht umlagert. Johannes Alt und Erik Schäfer, von der Kasseler Braumanufaktur Steckenpferd – zum ersten Mal dabei – freuten sich über den Betrieb und mussten etwas erklären. Was denn Glühbier sei, fragten einige Besucher. Diese Spezialität sei wohlschmeckend und habe weniger Alkohol als Glühwein, versicherten die beiden.

2019 findet dieStiftsweihnacht vom 13. bis 15. Dezember statt. So verlief der Aufbau. 

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