Bauvorbereitung läuft

Stromtrassen-Bau hat begonnen - Erste Masten für Wahle-Mecklar-Leitung bei Kaufungen

Platz für einen Strommasten: Direkt an der Industriestraße im Gewerbegebiet Papierfabrik (Kaufungen) wurde eines der ersten Baufelder für die Wahle-Mecklar-Stromtrasse, die in Nord-Süd-Richtung östlich an Kassel vorbei führt, vorbereitet. Das Fundament wird aktuell gebaut, der eigentliche Mast soll Mitte November aufgestellt werden.
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Platz für einen Strommasten: Direkt an der Industriestraße im Gewerbegebiet Papierfabrik (Kaufungen) wurde eines der ersten Baufelder für die Wahle-Mecklar-Stromtrasse, die in Nord-Süd-Richtung östlich an Kassel vorbei führt, vorbereitet. Das Fundament wird aktuell gebaut, der eigentliche Mast soll Mitte November aufgestellt werden.

Die Bauarbeiten für die neue 380 Kilovolt-Hochspannungsleitung Wahle-Mecklar östlich von Kassel haben im Bereich Kaufungen und Lohfelden begonnen.

Kreis Kassel – So sind an den ersten Maststandorten bei Niederkaufungen und Lohfelden-Vollmarshausen bereits bauvorbereitende Schritte abgeschlossen worden. Es wurden Zuwege geschaffen und auch schon die jeweiligen Baufelder fertig vorbereitet. „An drei Mastenstandorten haben sogar schon die Fundamentarbeiten begonnen“, teilt Markus Lieberknecht, Sprecher des Netzbetreibers Tennet, mit.

Am weitesten sei bislang der Maststandort im Bereich Sandhügel nördlich von Lohfelden-Vollmarshausen vorangekommen. „Dort wird das Fundament bereits gesetzt. Die Vormontage des Masten, die in der Regel am Boden erfolgt, ist für diese Woche vorgesehen“, sagt Lieberknecht. Die eigentliche Endmontage des Masten mit Hilfe eines Krans – das sogenannte Maststocken – beginne dort dann Ende September oder Anfang Oktober.

Vier weitere Standorte seien dagegen noch nicht so weit. Direkt an der Leipziger Straße und weiter südlich an der Industriestraße in Papierfabrik hätten die Fundament- arbeiten eben erst begonnen. Direkt nördlich der Bundesstraße 7 am Kalkberg (siehe oberes Bild) wie auch nahe der Eschweger Straße südlich von dem Ortsteil Papierfabrik würden die Fundamente voraussichtlich erst in einigen Tagen Ende September beziehungsweise Mitte Oktober gesetzt. Der Mastbau dort verschiebe sich dementsprechend nach hinten, an der B 7 erfolge die Kranmontage Anfang Dezember, an der Eschweger Straße Anfang Januar 2022.

Markus Lieberknecht, Pressesprecher Tennet

„Alle Angaben sind stets mit einem ,voraussichtlich’ versehen“, sagt Lieberknecht. Wegen der Wetterlage könne es naturgemäß immer zu Verschiebungen kommen. Weitere Fundamentarbeiten auf dem sich nach Süden fortsetzenden Trassenverlauf zwischen Vollmarshausen und Wellerode würden im November sowie Anfang Dezember in Angriff genommen, erklärt der Tennet-Sprecher weiter. „Alles weitere – wie auch der Mastenbau dort – erfolgt dann erst ab Frühjahr 2022.“

Auf Niestetaler Grund werden die Bauarbeiten voraussichtlich erst im Februar oder März 2022 beginnen. Insgesamt werden auf der 15 Kilometer langen Strecke durch den östlichen Altkreis Kassel zwischen der niedersächsischen Landesgrenze bis zur Gemeindegrenze Söhrewald/Guxhagen in der Söhre 44 neue Masten gebaut. Sie haben eine Höhe zwischen 50 und 92 Metern.

Dieser 15 Kilometer lange Abschnitt östlich an der Stadt Kassel vorbei ist nur ein kleiner Teil der insgesamt 230 Kilometer langen Stromtrasse, die dann vom Umspannwerk Wahle zwischen Peine und Braunschweig in Niedersachsen bis zum Umspannwerk Mecklar bei Ludwigsau (Kreis Hersfeld-Rotenburg) führen wird. ArchvFoto: Tennet

Hochspannungsleitung Wahle-Mecklar: Tennet investiert eine Milliarde Euro

Mit einer Spannung von 380 Kilovolt wird die 230 Kilometer lange Hochspannungsleitung Wahle-Mecklar die Umspannwerke Wahle in Niedersachsen mit Mecklar (Hersfeld-Rotenburg) verbinden. Innerhalb der Strecke gibt es die Umspannwerke Lamspringe und Hardegsen (Niedersachsen). An den Umspannwerken wird die Energie in die Region verteilt oder bei Bedarf abtransportiert. Ziel ist es, die Übertragungskapazität für Windenergie sowie die Netzstabilität und Versorgungssicherheit zu erhöhen.

Tennet steckt etwa eine Milliarde Euro in das Projekt. Der vordringliche Bedarf für diese Leitung war 2009 im Energieleitungsausbaugesetz (EnLAG) festgestellt worden. Seit Februar 2018 besteht Baurecht für den nordhessischen Abschnitt. Die Inbetriebnahme wird sich um mindestens drei Jahre auf 2024 verzögern. Ursprünglich war 2021 angestrebt. (Boris Naumann)

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