Am Samstagabend feierte die GCG in der Kulturhalle mit rund 350 närrischen Gästen ihre 61. Prunksitzung

Süße Früchtchen und ein Mord

Hits zum Schunkeln: Wolfgang Preuß gab bekannte Lieder zum Besten.

Baunatal. In der Kulturhalle in Großenritte ist ein Mord passiert. Während der 61. Prunksitzung der Großenritter Carnevals Gemeinschaft (GCG) hat Verona ein blutverschmiertes Tuch gefunden. Ist ihr Dieter etwa umgebracht worden?

Dieser Frage gingen am Samstagabend die GCG-Frauen in ihrem Sketch „Töten’sen oder Töten’sen nicht“ nach. Dabei schlüpften die 16 Damen mit Ausstrahlung und Humor in bekannte Persönlichkeiten wie Pummelfee Cindy aus Marzahn oder Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Natürlich durfte an diesem Abend die Proklamation von Prinzessin Sonja I. und Prinz Ralph I. nicht fehlen. Die Laudatio auf die neuen Regenten hielten Gabi und Jörg Spörhase, das Prinzenpaar der letzten Session.

Elf närrische Paragrafen

Die beiden neuen Tollitäten teilten den rund 350 Gästen im Saal auch sofort ihre elf närrischen Paragrafen mit, die in dieser Session gelten. „Sensationell“ findet GCG-Präsident Jupp Dietrich den Vortrag, der erstmalig musikalisch umgesetzt wurde. So ertönte zum Beispiel für die Heiterkeit Roberto Blankos „Ein bisschen Spaß muss sein“, für die Treue „Er gehört zu mir“ von Marianne Rosenberg, und für die Lebenslust gab es „Schön ist es auf der Welt zu sein“. Baunatals Bürgermeister Manfred Schaub übergab freiwillig den Rathausschlüssel an Sonja I. und Ralph I., die frei nach dem Motto: „Wer mehr lacht, hat weiniger Zeit, sich zu ärgern“, regieren werden. Die Garden und Tanzmariechen an diesem Abend überzeugten mit Artistik und Sportlichkeit. Die Mitglieder der Rittergarde schwebten als Schutzengel über die Bühne.

Emily Erdbeere und Freunde

Die Purzelgarde erzählte als süße Früchtchen die Geschichte von Emily Erdbeere und ihren Freunden.

Protokoller Berthold Krug zitierte mit Humor und Geist, was im vergangenen Jahr passiert ist. Bildungswesen, Bundespolitik und Autoindustrie kamen dabei nicht zu kurz. Vor allem Opel bekam sein Fett weg (Zitat Krug: „Käfer, Golf, ja das ist Kult, wer Opel fährt, hat selber Schuld“).

Büttenredner Oliver Stumpe forderte das Jahr der Männer. Er zog einen klischeehaften Vergleich zwischen Männern und Frauen und stellte überzeugend fest: „Wir sehen aus, von Kopf bis zu den Sohlen, wie römische Gladiolen.“ Mit Rosi Hungerland und Sylvia Cueto Silva gab es bitterbösen Klatsch und Tratsch im Frisiersalon. Eine fetzige Darbietung zum Thema „Frau am Steuer, das wird teuer“ zeigte das Männerballett.

Unsere Umwelt und das Klima war das Thema des Schautanzes der Prinzengarde. Lieder zum Schunkeln gab es von Wolfgang Preuß, der bekanntes Liedgut zum Besten gab. „Es gibt kein Bier auf Hawaii“ durfte da nicht fehlen. Auch die drei Zylinderköpfe (Wolfgang Siebert, Wolfgang Preuß und Berthold Krug) sorgten musikalisch für Stimmung. Nach dem großen Finale tanzte am Ende der Veranstaltung das Prinzenpaar den traditionellen Ehrentanz.

Von Tina Hartung

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