Pfarrer Dr. Rüdiger Gebhardt verlässt Bergshausen mit vielen guten Wünschen

Tränenreicher Abschied

Lebendiger Gottesdienst: Pfarrer Dr. Rüdiger Gebhardt holt in seinem Abschiedsgottesdienst die jüngsten Besucher der „Kirche für Kids“ nach vorn, um gemeinsam mit ihnen zu singen. Foto: Büntig

Fuldabrück. „So schön wie hier wird es nie wieder”, resümierte Pfarrer Dr. Rüdiger Gebhardt am Abend eines langen Sonntages voller Abschiedszeremonien.

Nach neun Jahren verlässt der Geistliche seine Kirchengemeinde in Bergshausen und wechselt als Studienleiter zum Theologischen Studienseminar der Vereinigten Lutherischen Kirche Deutschlands nach München-Pullach.

Vieles hat er in seiner Amtszeit bewegt, einiges fortgeführt und erweitert und noch mehr neu ins Leben gerufen. Besonders wichtig war es ihm, eine gastfreundliche Gemeinde zu haben. „Das kann niemand alleine umsetzen, deshalb bin ich ganz besonders dankbar für die vielen, vielen Mitarbeiter, die daran mitgearbeitet haben”, sagte Gebhardt.

Für die Kinder- und Jugendarbeit engagierte sich Gebhardt besonders, sichtbar wird dies etwa in der monatlichen Kinderkirche „Kirche für Kids”, bei der 40 bis 50 Kinder in den Gottesdienst integriert werden. Auch Hauskreise sowie Männer- und Frauenfrühstück entstanden auf seine Initiative hin.

Zum Abschied am Sonntag war neben mehreren Gottesdiensten und Grußworten das abendliche Gospelkonzert ein besonderer Höhepunkt. „Dieser Chor entstand im Anfang meiner Amtszeit, und die ersten Mitglieder waren jetzt wieder dabei”, freute sich der scheidende Pfarrer, der mit eigenen Liedern, begleitet auf der Gitarre, zum Konzert beitrug. Bürgermeister Dieter Lengemann dankte für die enge Zusammenarbeit und betonte, dass die Gemeinde nicht nur einen Pfarrer, sondern auch einen Musiker, Schauspieler und Comedian verliere. Die unkonventionellen, kreativen und fantasievollen Predigten und Aktionen ihres Pfarrers bleiben der Gemeinde sicher im Gedächtnis –- welcher Pfarrer predigt schon mit der Narrenkappe auf dem Kopf?

Emotionale Momente wechselten am Abschiedssonntag mit fröhlichen Worten. Beim Nachmittagsgottesdienst und dem Konzert flossen zahlreiche Tränen.

Pfarrer Gebhardt zeigte sich sichtlich berührt von der großen Sympathie und dankte nicht nur für das viele Lob, sondern schmunzelnd und selbstkritisch vor allem auch dafür, dass seine Schwächen unerwähnt blieben.

Der mögliche Nachfolger soll dem Kirchenvorstand voraussichtlich im Februar vorgestellt werden.

Von Sabine Büntig

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