Immenhäuser Straße soll bis Mitte Juli dicht gemacht werden

Ärger um Straßensperrung in Vellmar

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Ärgert sich darüber, dass die Immenhäuser Straße gesperrt wird: Anwohnerin Gisela Wazynski hätte sich gewünscht, dass die Betroffenen mehr über die Vorhaben der Stadt und der Baufirma informiert werden.

Vellmar – Als Gisela Wazynski am Dienstag einen Zettel im Briefkasten fand, war sie verärgert: Während der Arbeiten am Baugebiet Vellmar-Nord soll die Immenhäuser Straße gesperrt werden, und zwar bis Mitte Juli – das wird für sie und die anderen Anwohner allerhand Einschränkungen bedeuten. Denn die Zufahrt zu ihren Häusern ist dann nicht mehr möglich.

Ab dem heutigen Montag sollte die Straße gesperrt werden, das habe die Stadt in Absprache mit der Baufirma noch einmal geändert, so Wazynski: Ab 4. Mai gelte die Straßensperrung nun. Sie habe sich direkt im Rathaus und bei der Baufirma gemeldet und gesagt, dass das so nicht gehen kann – zumal auf dem Schreiben kein Ansprechpartner genannt worden sei.

Auch über die Formulierungen habe sie sich geärgert: „Sie müssen zwingend damit rechnen, dass zum Beispiel lose Steine auf dem Untergrund liegen (...). Auf diese Maßgaben haben Sie auch alle Personen hinzuweisen, die Sie während des Bestandes der Baustelle besuchen etc. Sollten diese zu Schaden kommen, weil das Schreiben nicht beachtet wurde, tragen Sie hierfür die Verantwortung“, hieß es in dem Brief.

Am Freitagmorgen gab es laut Wazynski ein Gespräch mit dem Bauamt der Stadt und den Verantwortlichen der Baufirma. Dabei sei vereinbart worden, dass die Straßensperrung erst ab 4. Mai gelte. Außerdem habe es die Zusage gegeben, dass eine Baustraße errichtet werde.

Wazynski fragt sich nun dennoch, wo sie künftig parken soll und wie sie ihre Einkäufe zum Haus bekommt. Die Empfehlung der Baufirma in dem Schreiben laute, dass Anwohner zum Parken auf die Frommershäuser Straße ausweichen sollen. „Da ist gar kein Platz“, sagt Wazynski – sie werde vermutlich an der Mönchehofer Straße parken müssen und ist verärgert, dass sie ihre Garage nicht nutzen kann. „Bis Juli ist eine lange Zeit“, sagt die Vellmarerin.

Doch nicht nur das. Ihr Mann habe am Sonntag plötzlich ins Krankenhaus gemusst – sie macht sich Sorgen, ob die Rettungsdienste und die Feuerwehr noch in die Immenhäuser Straße hineinkommen, wenn diese gesperrt ist. Sie kritisiert zudem, dass vorab gar nicht auf die Anwohner eingegangen wurde.

Dass die Zuständigen der Stadt Vellmar am Freitagmorgen mit der Baufirma bei den Anwohnern gewesen seien und diese informiert haben, bestätigt Bürgermeister Manfred Ludewig. Man habe die aktuelle Lage erläutert und die Anwohner informiert. Das Schreiben der Baufirma sei der Stadt nicht bekannt gewesen und für die Baumaßnahme etwas unglücklich, so Ludewig – es soll aber noch einmal einen Brief an alle Anwohner geben, der mit der Stadt abgestimmt ist und in dem auch Ansprechpartner genannt werden.

Die Stadt hat laut Ludewig immer die Absicht, Betroffene vorher zu informieren – das sei in der jetzigen Situation der Coronakrise schwierig gewesen, weil beispielsweise keine Anliegerversammlung stattfinden konnte. „Wir haben kein Interesse, dass wir gegen die Anwohner arbeiten“, betont Ludewig. Die Sorge um die Versorgung im Notfall sei definitiv unbegründet: Die Zufahrt für Rettungsfahrzeuge und die Feuerwehr werde auch weiterhin gewährleistet.

Bei einer Baustelle wie der für das Baugebiet Vellmar-Nord seien Einschränkungen leider nicht vermeidbar, erklärt Ludewig, aber die Stadt versuche, diese so gering wie möglich zu halten.

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