Achtung Stolperfallen

Ärger um Weg in Vellmar: Anwohner bemängeln Zustand

Rainer Butte aus Vellmar ärgert sich über den schlechten Zustand des Weges nahe der Espenauer Straße.
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Rainer Butte aus Vellmar ärgert sich über den schlechten Zustand des Weges nahe der Espenauer Straße.

In Vellmar gibt es Zwist um einen Fußweg. Die Anwohner wünschen sich, dass der schlechte Zustand von der Stadt behoben wird.

„Der Weg war schon immer in einem schlechten Zustand“, sagt Rainer Butte. Schon länger ärgert sich der Rentner aus Vellmar über den Zustand des Fußweges, der parallel zur Espenauer Straße verläuft. „Der Weg ist sehr uneben. An manchen Stellen befindet sich Kies mit großen Steinen. Ein Stück weiter ist der Weg nur noch ein schmaler Trampelpfad.“ Viele Gullideckel stehen einige Zentimeter aus der Erde und könnten zu Stolperfallen werden.

Auch viele Stichwege, die von den Häusern in der Espenauer Straße auf den Fußweg führen, sind laut Butte in einem schlechten Zustand. Dies sei vor allem für Menschen mit einer Gehbehinderung ein Problem. „Rollstuhlfahrer und Familien mit Kinderwagen können die Wege eigentlich gar nicht nutzen.“

Im August rief Butte beim Ordnungsamt an, um auf den schlechten Zustand aufmerksam zu machen. „Daraufhin hat sich ein Mitarbeiter die Wege angesehen“, erzählt Butte. Ihm sei gesagt worden, dass man sich darum kümmern wird.

Als nach zwei Monaten noch immer nichts passiert war, schrieb Butte eine E-Mail an die Stadt Vellmar. „Ich bekam die Antwort, dass sich um die Stichwege gekümmert wurde“, sagt Butte. Die Anwohner, deren Grundstücke an den Weg grenzen, seien dazu aufgefordert worden, ihre Büsche und Hecken zurückzuschneiden. Auf Buttes Bitte, den Weg zu erneuern, sei die Stadt nicht eingegangen. Man habe stattdessen auf den Bürgersteig an der Espenauer Straße als Alternative verwiesen. „Der Bürgersteig ist zwar gut ausgebaut, aber an der Straße spazieren zu gehen ist nicht schön“, bemängelt Butte. Zudem sei die Straße zu Stoßzeiten viel befahren. „Ich habe das Gefühl, dass das Thema von der Stadt einfach unter den Tisch gekehrt wird“, sagt Butte.

Nicht nur ihm und seiner Frau Regina ist der Weg ein Dorn im Auge. „Ich weiß, dass sich auch schon Leute aus der Nachbarschaft bei der Stadt beschwert haben.“

Der Weg, umgangssprachlich ein „Dreck- oder Wiesenweg“, sei ursprünglich für die Anwohner der Espenauer Straße angelegt worden, teilt Wolfhard Eidenmüller vom Ordnungsamt mit. „Damit die Grundstücke auch von hinten erreicht werden können“, sagt Eidenmüller. Das Verkehrszeichen 239 zeichne den Weg als Sonderweg für Fußgänger aus. „Das Symbol steht jedoch nicht dafür, dass der Weg auch von allen gleichermaßen genutzt werden kann, oder dass er barrierefrei ist“, erklärt Eidenmüller.

Die Büsche auf der Seite des Feldes würden regelmäßig vom Bauhof geschnitten. „Die Anwohner sind dafür verantwortlich, ihre Büsche und Bäume zurückzuschneiden, wenn sie zu weit auf den Weg hinaus ragen“, sagt Eidenmüller. In diesem Jahr seien die Büsche durch den vielen Regen besonders stark gewachsen. „Die Mitarbeiter sind mit dem Beschnitt nicht hinterhergekommen, weshalb die Büsche teilweise bis auf den Weg ragten.“

Zur Zeit sei nicht geplant, den Weg oder die Stichwege zu erneuern. „Der Bürgersteig an der Espenauer Straße ist sehr gut ausgebaut. Zudem gibt es in Vellmar viele Wege, auf den auch Menschen mit Gehbehinderungen oder Familien mit Kinderwagen gut spazieren gehen können“, erläutert Eidenmüller.

Von Eva Krämer

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